Energieversorgung der Zukunft 

Mitglieder des Initiativkreises Energie Kraichgau waren zu Besuch beim "Naturstromspeicher Wasserbatterie" in Gaildorf.

Initiativkreis Energie Kraichgau zu Besuch beim "Naturstromspeicher Wasserbatterie" in Gaildorf

Kraichtal/Bretten/Gaildorf (te) Wie die Energieversorgung der Zukunft aussehen kann, haben sich einige Mitglieder des Initiativkreises Energie Kraichgau angeschaut. Mit zwei Elektroautos fuhren sie nach Gaildorf. Dort bietet die Firma Max Bögl geführte Baustellenbesichtigungen an und zeigt die Bausteine ihres Pilotprojekts „Naturstromspeicher Wasserbatterie“.

Ausblick vom Turm der Windenergieanlage

Nachdem die Besuchergruppe über eine Außentreppe 40 Meter hoch am so genannten Aktivbecken am Turm einer der vier Windenergieanlagen (WEA) hochgestiegen war, bot sich ihr ein Blick in das große Passivbecken am Fuß der WEA. Von dort aus wird zukünftig Wasser über ein Pumpspeicherhaus vom bzw. zum so genannten Unterbecken, einem künstlich angelegten kleinen See, gelangen und unterwegs Turbinen antreiben.

Kreislauf-Nutzung des Wassers aus erneuerbaren Energien

Die nächste Station war eine Stelle, an der zurzeit Verbindungsrohre mit 160 Zentimetern Durchmesser zwischen den Becken in der Erde verlegt werden. Beeindruckend die Maschinerie, die extra zu diesem Zweck entwickelt wurde! Nach dem Abstieg zum Grund des Pumpspeicherhauses, in dem später das Wasser Turbinen antreiben wird, endete die Besichtigung am Unterbecken, das nach Fertigstellung der gesamten Anlage einmalig mit Wasser aus dem Flüsschen Kocher gefüllt wird. Dann steht der Kreislauf-Nutzung des Wassers zur Speicherung von Strom mit und aus erneuerbaren Energien nichts mehr im Weg.

12.000 Haushalte können versorgt werden

Die Windenergieanlagen alleine können übrigens 42.000.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Wenn man für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt einen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom annimmt, können die WEA 12.000 Haushalte versorgen. Die Wasserbatterie wird eine elektrische Speicherkapazität von 70.000 Kilowattstunden haben.

Zu dem Projekt findet man hier weitere Informationen. Informationen zum Initiativkreis gibt es  unter www.energie-kraichgau.de.
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