Kreisversammlung der Bürgermeister: Cyber-Angriffe und Forstreform

Die jüngste Kreisversammlung der Bürgermeister fand in Hambrücken statt. (Foto: lra)

Die Bürgermeister der Region haben sich zur Kreisversammlung getroffen. Ein großes Thema war dabei die Verteidigungsstrategie von Stadt- und Gemeindeverwaltungen elektronische Angriffe.

Region (kn) Mit dem Thema „Cyber-Risiken der Kommunen“ hatte Kreisvorsitzender Bürgermeister Thomas Nowitzki (Oberderdingen) ein Thema an erste Stelle der Kreisversammlung des Gemeindetags gesetzt, das im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung immer mehr in den Vordergrund rückt. In der Versammlung wurden die Verantwortlichen unter anderen über die verschiedenen Formen elektronischer Angriffe auf Computer- und Steuerungssysteme informiert, die Auswirkungen bis hin zur Strom- und Wasserversorgung haben. Sich gegen solche Angriffe zu wappnen, sei daher unabdingbar, heißt es in der abschließenden Erklärung.

Landesforstreform im Fokus

Einmal mehr beschäftigte aber auch die Landesforstreform die Bürgermeisterrunde. Zum 1. Januar 2020 muss jede Kommune die Betreuung ihres Waldes neu regeln. Der Landkreis bietet ein Kooperationsmodell in Form einer Anstalt des öffentlichen Rechts an, das eine forstliche Gesamtbetreuung für den Körperschafts- und Privatwald beinhaltet und dem bisherigen Angebot mit Ausnahme des Holzverkaufs entspricht. Dieser ist künftig Aufgabe des Waldeigentümers. Die Zahl der Forstreviere könnte nach Vorschlag des Landratsamts mit zwölf erhalten bleiben. Tendenz ist, dass mit Ausnahme der Kommunen, die ihre Beforstung bereits heute schon weitgehend in Eigenregie betreiben alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden das Kooperationsmodell präferieren. Klärungsbedarf gibt es noch im Bereich der Finanzierung und bei der Personalaufteilung, fasste Nowitzki zusammen. Danach können die Gemeinderäte die endgültigen Beschlüsse fassen.

400 Flüchtlinge werden Städten und Gemeinden zugewiesen

Vorgestellt wurden zudem die neuesten Zahlen im Bereich der Flüchtlinge: Rund 400 Personen werden den Städten und Gemeinden im nächsten Jahr zur Anschlussunterbringung zugewiesen. Landrat Christoph Schnaudigel betonte, dass diese rechnerisch allesamt in den Kombimodellen des Landkreises untergebracht werden könnten. Seitens der Kommunen müssten daher keine Räumlichkeiten vorgehalten oder neu geschaffen werden.
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