Das Dreirad für Erwachsene * By (TRD) Pressedienst Blog News Portal

Der Peugeot Metropolis Allure, das Dreirad für Erwachsene mit PKW-Führerschein. (Foto: © Peugeot Scooters)
(MID) Dreiradfahren ist doch nur etwas für Kinder! Nein, weit gefehlt. Die Zielgruppe des Metropolis Allure von Peugeot Scooters sind alle mit einem PKW-Führerschein (Klasse B). Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat sich in den Sattel geschwungen und das Dreirad für Erwachsene getestet.

Die Geschichte des Herstellers beginnt 1898, damals unter dem Namen Peugeot Automobiles & Cycles, mit der Vorstellung des ersten Motorrads auf der 7. Car and Cycles Show in der großen Galerie de Machines in Frankreich. 1953 brachte man den ersten Roller mit 125 Kubik auf den Markt. Dessen Markenzeichen war das Frontfach über dem Vorderrad. 2013 dann kam der Einstieg in eine neue Art der Fortbewegung unter freiem Himmel: Der erste dreirädrige Roller wurde zusammen mit Automobiles entwickelt. 2017 folgte das Facelift mit zahlreichen Innovationen.


Zugegeben, der erste Anblick das Fahrzeug ist schon gewöhnungsbedürftig und erschreckt vielleicht im ersten Moment. Er wirkt vorne sehr markant und schwer, durch den mittig angesetzten großen Kühlergrill und die Frontscheinwerfer, die wie Katzenaugen hervorblitzen. Über das Heck verläuft die Linie sanfter, dennoch wirkt der Peugeot Metropolis Allure durch die große Sitzfläche mit den zwei Haltebügeln für den Mitfahrer und die rund gestaltete Heckform sehr viel robuster als ein Zweirad-Scooter. Dafür bringt er auch einiges mehr an Stauraum mit: Elektrisch verriegelt werden ein Helmfach im Heck und ein Staufach unter der Sitzbank, in dem sich locker eine Tasche mit Kleinigkeiten vom Wochenmarkt verstauen lässt.

Die zweite Version des Dreirads hat zahlreiche Innovationen an Bord. Als Weltpremiere für Motorroller leuchtet das Dreirad mit Tagfahrlicht. Das kraftvolle ABS-Bremssystem und eine intelligente Vorderachskonstruktion stammen aus dem Automobilbereich und sorgen für kompromisslose Sicherheit. Die übersichtlich gestaltete Instrumententafel mit LCD-Display zeigt dem Fahrer rasch alle wichtigen Informationen für den Ausritt. Durch das automatische Aufleuchten der Warnblinker bei einer Notfallbremsung wird der Hinterherfahrende entsprechend gewarnt, und der Fahrer muss in einer solch heiklen Situation nicht noch an das Einschalten der Blinker denken.

Das 400 Kubik-PowerMotion Antriebswerk des rund 260 Kilogramm schweren Dreirads ist mit seinen 26,2 kW/35,6 PS und einem maximalen Drehmoment von 38,1 Newtonmetern das leistungsstärkste seiner Klasse. Der Zug am Gashebel lässt das Fahrzeug ordentlich nach vorne marschieren und so einige dicke Boliden an der Ampel stehen. Was ebenfalls an der Ampel gut steht ist das Dreirad selbst. Dank seines Arretierungs-Systems für die Neigungsfunktion, welches bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h aktiviert werden kann, ist das Absetzen der Beine zum Abstützen beim Stopp an roten Ampeln nicht mehr nötig.

Komfortabel startet der Motor mit einem Smart-Key-System, es genügt, dass sich der Schlüssel in rund zwei Metern Entfernung zum Roller befindet. Nach den ersten paar hundert Metern unsicherer Fahrt mit einem leicht mulmigen Gefühl im Bauch hat es der Peugeot Metropolis Allure aber erfolgreich geschafft, das notwendige Sicherheitsgefühl, unterstützt durch die drei Räder, an den Fahrer weiterzugeben. Man kann bei ausgiebiger Fahrt über weitläufige Landstraßenkurven das dritte Rad sogar fast vergessen. Das Scooter-Feeling kommt voll an. Trotz der aufwendigen Konstruktion und Neigetechnik der beiden Vorderräder schluckt das Fahrzeug leider nicht alle Unebenheiten im Straßenbelag, ohne sie deutlich spürbar an den Fahrer weiterzugeben. Spurrillen von schweren Verkehrsteilnehmern schlängelt der Peugeot Metropolis munter nach, größere Schlaglöcher – vor allem in Kurvenlage – lassen den Lenker kurz unangenehm zur Seite zucken. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen und dies bei der nächsten Ausfahrt immer bedenken. Dann garantiert das Gefährt Fahrspaß und man wird von Tag zu Tag ein bisschen mehr Fan.

Wer sich für diesen außergewöhnlichen Begleiter auf drei Rädern interessiert, benötigt nicht einmal einen speziellen Führerschein für Krafträder oder Bikes über 50 Kubik. Die dreirädrigen Roller dürfen, sofern sie eine Spurbreite über 460 Millimeter aufweisen und mit einer Fußbremse ausgestattet sind, mit dem PKW-Führerschein Klasse B bewegt werden – bis Januar 2013 ohne Einschränkung, ab Januar 2013 erst ab 21 Jahren. Vollständiges Zweiradfeeling garantiert – auch für Prüflingsmuffel. Dennoch gilt zu beachten, dass ein Fahrgefühl auf drei Rädern deutliche Unterschiede zum Autofahren aufweist und ein bisschen Übung erfordern. Dann lässt es sich mit dem Peugeot Metropolis Allure ganz ohne Allüren durch den Sommer reiten.

Hier gehts zur
Vollversion und technische Daten: Ein Dreirad für Erwachsene
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