Kommentar zur Diskussion über die Ortsumfahrung Bretten: Ergebnisoffen?

Bretten ächzt unter wachsendem Verkehrsdruck. An manchen Tagen, vor allem wenn auf der A8 wieder einmal Stau ist, wälzen sich die umgeleiteten Fahrzeugmassen im Stop-and-Go-Tempo auf der B294 durch die südliche Innenstadt. Dann droht auf der B294 respektive Pforzheimer und Wilhelmstraße der Verkehrskollaps. Mit der Folge, dass ortskundiger Binnenverkehr in Wohnstraßen ausweicht. Zum Leidwesen und Ärger der Anwohner.

Verständlich, dass der Ruf nach Entlastung durch eine Ortsumfahrung lauter wird. Bei der nun angesetzten Bürgerinformation über die vorliegenden Varianten zur Verkehrsentlastung soll nach dem Willen des OB „ergebnisoffen“ über die beste Lösung diskutiert werden. Ein Blick auf die in den letzten Jahren von Gemeinderat und Verwaltung getroffenen Weichenstellungen nährt jedoch Zweifel, wie ergebnisoffen die Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt noch sein kann. Denn zumindest eine Trassenvariante hat sich die Stadt inzwischen buchstäblich verbaut. Eine zweite wurde erschwert und eine dritte anscheinend nie geprüft.

Der Hinweis, dass letztendlich der Bund über eine B294-Ortsumfahrung entscheidet, ist richtig. Aber, der OB betont auch: „Der Bund wird nichts bauen, was die Stadt nicht möchte.“ Und so scheint derzeit alles auf die Realisierung der Südumgehung hinauszulaufen. Obwohl diese, wie Fachleute sagen, die Variante mit der geringsten Entlastungswirkung ist und auch sonst erhebliche Nachteile mit sich bringt.


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