Der Bild gewordene Wunsch nach Frieden: Zweiter Kunstwettbewerb der Melanchthon-Schülerpreis-Stiftung

(Foto: Europäische Melanchthon-Akademie)

Preisverleihung für die besten Arbeiten von Brettener Schülerinnen und Schülern anlässlich des zweiten Kunstwettbewerbs der Melanchthon-Schülerpreis-Stiftung

Bretten (ssw) Wenn sich zwei um die Macht streiten, warum nicht diese teilen, damit Frieden herrscht? Das gibt es einstweilen nur in Laura Dudas Comic-Geschichte. Doch der künstlerische Appell ist einen ersten Preis wert: Die Siebtklässlerin des Edith-Stein-Gymnasiums erhielt diese Auszeichnung für die jüngsten Teilnehmer anlässlich des zweiten Melanchthon-Kunstwettbewerbs für Brettener Schülerinnen und Schüler, den die Melanchthon-Schülerpreis-Stiftung ausgelobt hatte.

Achtklässlerin erinnert an Toleranz

Liebe zwischen Mann und Frau, Mann und Mann oder Frau und Frau griff sich hingegen Luisa Batz thematisch in ihrer Collage heraus, um an die Toleranz zu erinnern, die dem Menschen eigen sein soll. Auch die Schülerin der achten Klasse des Edith-Stein-Gymnasiums wurde mit dem ersten Preis in ihrer Altersstufe belohnt.
Ebenfalls ganz vorne landete das Filmteam der Klasse zehn am Melanchthon-Gymnasium: Anna Holfelder, Joy Klepzig und Olivia Treffinger drehten einen Streifen, welcher die düstere Geschichte einer Bande von Vermummten schildert, die einen jungen Mann grundlos niederstrecken. Doch am Ende wendet sich hier alles zum Guten. Einer der Übeltäter besinnt sich eines Besseren und hilft dem Opfer wieder auf die Beine.

Sonderpreis für junge Flüchtlinge

„Es ist keinem Menschen [...] in seinem Glauben und in seinem Gewissen Gewalt anzutun.“ – Dieser Satz des Reformators Philipp Melanchthons gab den Anstoß für das künstlerische Gestalten. Mehr als 120 Arbeiten wurden eingereicht. Diese Fülle veranlasste die Jury aus Günter Frank, Vorsitzender der Europäischen Melanchthon-Akademie, sowie Ingrid Brütsch, Heidi Heyer, Thomas Rebel und Karl Vollmer zusätzlich eine ganze Reihe von Anerkennungspreisen zu vergeben. Das Interesse an der Ausschreibung beweist, wie sehr das Thema Kinder und Jugendliche bewegt. Willi Leonhard vom Vorstand der Stiftung nahm bei der Preisverleihung den in den Werken der Schüler vielfach geäußerten Wunsch nach Frieden auf: „Frieden herrscht, wenn alle Religionen zusammenhalten“. Hervorzuheben ist der Sonderpreis für die druckgrafische Arbeit einer 13-köpfigen Gruppe von jungen, unbegleiteten Flüchtlingen, die in ihrer Vorbereitungsklasse am Edith-Stein-Gymnasium erstmals in ihrem Leben Kunstunterricht erhielten. Ihre Gesichter als Linolschnitte reihten sie eindrucksvoll hintereinander.

Für die musikalische Begleitung der Preisverleihung sorgte ein Ensemble des Melanchthon-Gymnasiums Bretten. Die künstlerischen Schülerarbeiten sind bis 28. Mai im Melanchthonhaus Bretten zu sehen.
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