Persönlich: Der Weg nach Hause

(Foto: Pixabay, Andrys)

Ein Kommentar von Christian Schweizer, Redaktionsleiter der Brettener Woche/kraichgau.news.

(swiz) Es ist der ganz normale Büro-Wahnsinn: Besprechungen, Termine, eine schnelle Mittagspause, weitermachen, neue Besprechungen, Zeitdruck und schließlich und endlich: Feierabend. Wer seinen Wohnort ein paar Kilometer von der Arbeit entfernt hat, der wird nun in sein Auto, in die Bahn oder auf das Fahrrad steigen und nach Hause fahren. Und mit der Zeit beginnt man diesen Abschnitt des Tages als eine Art Ausgleich, ja vielleicht sogar Therapie zu begreifen.

Während die inzwischen wieder grünen Hügel des Kraichgaus an einem vorbeiziehen, fällt nach und nach die Hektik des Tages von einem ab. Mit jedem Kilometer, den man zurücklegt, lässt man ein wenig mehr vom Berufsalltag hinter sich und es verblasst, was einen vielleicht noch vor einer Stunde zur Weißglut gebracht hat. Man lernt diese Fahrten über die Jahre immer mehr zu schätzen und auch immer besser zu nutzen. Das Aussteigen aus der Bahn, das Zuschlagen der Autotür oder das Abstellen des Fahrrads am Ziel, zu Hause, markiert dann das Ende der „Therapiesitzung” und es überkommt einen die Vorfreude auf den Abend mit Familie und Freunden. Aus diesem Grund fahre ich sehr gerne abends von Bretten nach Hause, fahre aber mindestens genauso gerne am Morgen auch wieder in die Stadt hinein.

Christian Schweizer
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