Kritik an Aldi wegen Stopps von Eierverkauf

Bisher gibt es keine belasteten Eier in Baden-Württemberg. (Foto: Pixabay, Couleur)

Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (CDU) hat den Lebensmitteldiscounter Aldi dafür kritisiert, dass er deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf genommen hat.

Stuttgart (dpa/lsw) Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (CDU) hat den Lebensmitteldiscounter Aldi dafür kritisiert, dass er deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf genommen hat. "Aus Sicht unserer heimischen Landwirtschaft, die redlich einwandfreie Eier produziert, ist der Schritt wohl eher nicht nachvollziehbar", sagte Hauk in der "Stuttgarter Zeitung" vom Samstag. "Für den einen oder anderen Bauern könnte das die Existenz bedrohen". 

Keine Rückstände in Baden-Württemberg

Hauk versicherte, dass bisher keine Rückstände des Insektizids Finopril in Eiern aus baden-württembergischer Produktion gefunden worden seien. Bei Flüssigeiern sei das etwas schwieriger zu ermitteln. "Wir müssen wissen, ob und wohin belastetes Flüssigei nach Baden-Württemberg gelangt ist. Wir haben den Bund gebeten, dass uns die Holländer die Lieferwege offenlegen. Dann können wir entsprechend vorgehen." 

"Branche ist in der Pflicht"

Die Lebensmittelbranche sei selbst aber auch in der Pflicht, zu forschen. "Die Betriebe sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Dingen im Sinne eines bestmöglichen Verbraucherschutzes auf den Grund zu gehen", betonte Hauk.
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