Grippewelle hat die Region fest im Griff

Die Grippewelle hat auch die Region fest im Griff. (Foto: Pixabay, PublicDomainPictures)

Die Grippewelle erfasst Deutschland jedes Jahr vor allem in den Monaten Januar und Februar. In der Influenzasaison 2016/17 waren bereits im Dezember hohe Krankenstände zu verzeichnen. In der Region steigt die Zahl der Erkrankten ebenfalls stetig an. Das Abklingen der Grippewelle ist nach Meinung von Experten erst in einigen Wochen zu Erwarten.

Landkreis Karlsruhe/Enzkreis. (wh) Die Grippewelle hat die Region fest im Griff. Seit Wochen steigt die Zahl der gemeldeten Fälle von Influenza im Landkreis Karlsruhe und im Enzkreis an. 240 Meldungen allein in der fünften Kalenderwoche sei ungewöhnlich viel, heißt es vom Gesundheitsamt des Landkreises Karlsruhe. Der Höhepunkt sei noch nicht überschritten, vermutet man im Gesundheitsamt des Enzkreises, das 112 gemeldete Fälle in der aktuellen Saison verzeichnet. Aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos bestehe sogar die Möglichkeit, dass die Zahl der Erkrankten weiter deutlich ansteige. Genaues könne man in den nächsten Wochen abschätzen.

Anfang März könnte Grippewelle abklingen

Auch Dr. Peter Fischer, Kommissarischer ärztlicher Leiter der Medizinischen Klinik in der Rechbergklinik Bretten, erwartet erst in etwa vier Wochen ein Abklingen der Grippewelle. Bereits seit mehreren Wochen arbeite das Personal der Klinik unter sehr hoher Belastung. Grund sei die notwendige Isolierung von Patienten sowie teilweise schwere Krankheitsverläufe, gerade bei älteren Menschen und ein hoher Krankenstand beim Pflegedienst. „Wie viele Kliniken, sind wir an derr Kapazitätsgrenze angelangt“, fasst Alexander Tsongas, Pressesprecher der Regionalen Klinik Holding, zusammen.

Volle Wartezimmer bei Ärzten

Auch in den Wartezimmern der Arztpraxen ist es voller geworden. „Wir haben den Eindruck, mehr Patienten als im Vorjahr mit Erkältungen zu behandeln“, bestätigt Internist Dr. Wolfgang Stütz. Wer sich nicht anstecken möchte, sollte auf Händeschütteln verzichten und die Hände regelmäßig desinfizieren. Auch Bewegung und frische Luft wirken präventiv. Eine Grippeimpfung lohne sich auch noch, sagt Stütz: „Es gibt noch Impfstoff“.
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