Kinderecke: Advent – Lichter, Plätzchen und Mistelzweige

Die Weihnachtszeit ist voller schöner Bräuche

Dieses Jahr (2016) fällt der 24. Dezember auf einen Samstag. Dadurch ist die Adventszeit diesmal besonders lang, schon am Sonntag, den 27. November, ist der 1. Advent. Damit haben wir gute vier Wochen Zeit für alles, was die Adventszeit so besonders stimmungsvoll macht.

In der Weihnachtsbäckerei

Mir fallen da zuerst die Plätzchen ein. Manche vermuten den Ursprung dieser Tradition schon in vorchristlicher Zeit bei den Kelten. Die haben zur Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember, das ist die längste Nacht im Jahr, mit Honig gesüßte Getreidefladen gebacken. Im Mittelalter entstand dann in den Klöstern Weihnachtsgebäck mit den typischen Lebkuchengewürzen und auch der Christstollen wurde dort erfunden. Beim Plätzchenbacken (und nicht nur da) kann man Weihnachtslieder hören oder selber trällern. Martin Luther hat viele ursprünglich lateinische Lieder ins Deutsche übersetzt und „Vom Himmel hoch“ ist seine Umarbeitung eines Volksliedes zum Weihnachtslied.

Weihnachtsmärkte - von Deutschland aus in die ganze Welt

Eine deutsche Besonderheit sind die Weihnachtsmärkte, die ihre Ursprünge bereits im Mittelalter haben. Händler bauten herum Stände auf, an denen sie neben Leckereien wie gerösteten Kastanien und Nüssen Spielzeug, Krippenfiguren, Gewürze und Weihnachtsschmuck verkauften. Heutzutage bekommt man das alles und noch viel mehr auf hunderten von Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland und in der Zwischenzeit fast überall auf der Welt.

Weihnachtsschmuck - Kerzen, Sterne, Kugeln und Gurken

Jedes Haus wird in der Weihnachtszeit dekoriert. Die vielen Lichter und Kerzen sollen die Dunkelheit erhellen, die hierzulande schon am Nachmittag einsetzt. Auch weisen sie auf Jesus hin, dessen Geburt Licht und Hoffnung bringt. Die Sterne, die überall aufgehängt werden, erinnern an den Stern von Bethlehem. Christbaumkugeln sind die Nachfolger der Äpfel, die den Weihnachtsbaum bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein zierten. Sie symbolisieren mit ihrer runden Form auch die Vollkommenheit und Ewigkeit Gottes, die keinen Anfang und kein Ende haben. In den USA ist es beliebt, eine kleine grüne Gurke aus Glas in den Baum zu hängen. Wer sie entdeckt, bekommt ein Geschenk extra. Aus England stammt der Brauch, einen Mistelzweig über die Tür zu hängen. Die grünen Zweige mit den länglich-ovalen Blättern und den weißen Früchten sehen nicht nur hübsch aus: Wer sich darunter trifft, darf sich küssen.
(ger)

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