"Brauchen Einigkeit": Christian Jung (FDP) über die Südwestumgehung

FDP-Bundestagskandidat Christian Jung (rechts) und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag, Jochen Haußmann.
 

FDP-Bundestagskandidat Christian Jung, und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jochen Haußmann (FDP) MdL diskutierten mit Bürgern über die Verkehrssituation in Bretten. 

Bretten (hk) Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag und verkehrspolitische Sprecher, Jochen Haußman, und der FDP-Bundestagskandidat Christian Jung haben in Bretten mit Bürgern über die Dauerthemen "Verkehr" und "B294-Ortsumfahrung" diskutiert. "Uns ist wichtig, dass wir dieses Thema permanent auf der Tagesordnung halten", so Jung, der sich vehement für eine Südwestumgehung ausspricht. "Wenn wir hier in Bretten gemeinsam etwas erreichen wollen, dann brauchen wir Einigkeit", sagte Jung weiter. So dürften die politischen Vertreter nicht nur ihre Einzelinteressen in den Vordergrund stellen. Deshalb sei es besonders erfreulich, dass die Stadträte nun in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats einen fast einstimmigen Beschlussantrag gefasst hätten (wir berichteten).

Aktuelle Verkehrsuntersuchung nicht repräsentativ

Der Infrastruktur- und Verkehrspolitiker kritisierte, dass die aktuell vorliegende Verkehrsuntersuchung, einen Tag lag durchgeführt wurde. "Das sind absolut keine repräsentativen Zahlen." Sie stünden nicht im Verhältnis zu den Problemen in Bretten, die vor allem auch durch Ausweichverkehr von den Autobahnen entstünden. "Dieser erhöhte Verkehr führt dazu, dass auch am Tag alles dicht ist und die Stadt temporär lahmgelegt wird", so Jung. Als Lösung sehe die FDP eine Südwestumgehung der B294 mit Anschluss an das Karlsruher Dreieck B35/B293, so Jung weiter. Man könne zwar auch einen 20 Kilometer langen Tunnel bauen, doch dabei sei das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen nicht relevant.

Priorisierung der Maßnahmen im Herbst

"Wir müssen jetzt zeitnah zu einer Entscheidung kommen und dem Bundesverkehrsministerium mitteilen, es soll eine Alternativplanung geben, die auch in 20 Jahren noch relevant ist", fordert Jung. Dies müsse vor dem Hintergrund geschehen, dass bis 2020 in der Region eine Pkw-Zunahme von bis zu 10 Prozent und eine Lkw-Zunahme von durchschnittlich bis zu 40 Prozent deutschlandweit zu erwarten sei.
Auch Haußmann sprach sich für eine Untersuchung der unterschiedlichen Varianten aus. Es werde bis Herbst vom Landesverkehrsministerium eine Priorisierung durchgeführt, bei der die Reihenfolge der vordringlichen Maßnahmen geplant und im Anschluss der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Dann erhalten die Kommunen und Landkreise auch die Möglichkeit, Stellung zu beziehen. Haußmann zeigte sich zuversichtlich, dass die Region aufgrund der großen Verkehrsbelastung eine hohe Priorisierung erhalten werde.

Hitzige Diskussion über die Spurweite

Diskussionen gab es wegen der Anzahl der Spuren der Umgehungsstraße. So wurden unter anderem Forderungen nach einer vierspurigen Straße laut. Jung plädierte dagegen für eine dreispurige Straße an manchen Stellen. Dies sei durchaus realistisch. Einig war man sich darüber, gemeinsam an einem Strang ziehen zu müssen. "Es darf niemand gegeneinander ausgespielt werden", sagte Jung abschließend.

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