Interessante Einblicke auf "unfallträchtigem" Gelände 

Toll, was in so einem Feuerwehrfahrzeug alles drin steckt! Die LeserInnen hatten viel Spaß beim Rundgang auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal.

Ferienprogramm der Brettener Woche: „Gegen Feuer und Flamme“

Bruchsal (ger) Ein Auto steckt mit den Vorderreifen im Gleisbett, die Straßenbahn ist darauf geprallt. Wenige Meter weiter ist ein Pkw halb unter einem großen Traktor begraben, ein anderer ist wohl mit hoher Geschwindigkeit auf eine Betonabtrennung geprallt und ragt mit zwei Rädern in die Luft. Feuerwehrleute eilen herbei, um die Insassen zu retten. Die Atmosphäre ist trotz des eindrucksvollen Unfallszenarios zwar konzentriert, aber nicht panisch.

Opfer sind nur Dummys

Des Rätsels Lösung: Das unfallträchtige Gelände befindet sich auf dem Boden der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal. Die Opfer sind zum Glück nur Dummys, die Autos kommen alle vom Schrottplatz. Seit Ostern sind die beiden Standorte am Rande der Stadt im Gewerbegebiet Im Wendelrot zusammengelegt worden. Nur zwei Tage nach der offiziellen Eröffnung hatten die Leser und Leserinnen der Brettener Woche die Möglichkeit, die modernen Neubauten und das bemerkenswerte Gelände zu besichtigen. Pressesprecher Alexander Billmaier nahm sich gute drei Stunden Zeit für den informativen und kurzweiligen Rundgang, der einen umfassenden Einblick in die verantwortungsvolle und körperlich anstrengende Arbeit der rund 180 000 freiwilligen und etwa 10 000 Berufs-Feuerwehrler im Land bot.

Alles außer Flugzeugabsturz

„Auf unserem Gelände können wir nahezu alle Gefahrensituationen außer einem Flugzeugabsturz simulieren“, erläuterte Billmaier. Von Verschüttung in einem Silo über Wasserunfälle im acht Meter tiefen Teich bis hin zu Gasaustritten in einem Lagerhaus kann alles geübt werden. Beeindruckend auch das Brandübungshaus, in dem die Teilnehmer vor Augen geführt bekamen, wie verheerend ein Brand ist. Rund hundert Mitarbeiter hat die Landesfeuerwehrschule, 40 davon sind Ausbilder. 50 bis 60 Lehrgänge bietet die Schule für Feuerwehrführungskräfte im Jahr an. 6 000 bis 7 000 Feuerwehrleute kommen so jährlich nach Bruchsal. Da die Kurse, die inhaltlich von Theorie über Rechtliches bis hin zu den praktischen Übungen alles bieten, meist mehrtägig sind, ist auf dem Gelände ein Gästehaus mit 210 Zimmern entstanden. Im Erdgeschoss des Gästehauses steht ein Teil der 40 Fahrzeuge, die für Schulungszwecke bereitstehen. Hier zeigte Bildungsreferent Torsten Rönisch den Lesern und Leserinnen, was ein Löschfahrzeug alles beinhaltet, Probesitzen inklusive.

Info: Am 15. Oktober 2017 lädt die Landesfeuerwehrschule zum Tag der offenen Tür.

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