Vortrag von Kreisarchivar Konstantin Huber: Auf den Spuren der Volkscharaktere entlang der badisch-württembergischen Grenze

Wann? 21.10.2018 16:00 Uhr

Wo? Faustarchiv, Kirchpl. 9, 75438 Knittlingen DEauf Karte anzeigen
Knittlingen: Faustarchiv |

Das Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich ein zum Vortrag von Konstantin Huber am Sonntag, 21. Oktober 2018, um 16 Uhr im Vortragssaal des Faust-Archivs. Der Eintritt ist frei.

KNITTLINGEN (pm) „Die Einwohner schließen sich mehr der badischen als der specifisch schwäbischen Lebensweise an ...“ - ein Zitat aus dem Vortrag von Kreisarchivar Konstantin Huber, mit dem dieser sich am Sonntag, 21. Oktober 2018, um 16 Uhr im Faust-Archiv auf die Spuren der Volkscharaktere entlang der badisch-württembergischen Grenze im heutigen Enzkreis begibt.

Klischees oder Realität

Zwischen Badenern und Württembergern existieren schon historisch bedingt gängige Vorstellungen über deren jeweilige Wesensart. Handelt es sich dabei um Klischees in deftiger Schwarz-weiß-Kontrastierung oder um die Realität, die nicht zuletzt dadurch bestätigt wird, dass es weitaus mehr Schwaben- als es Badener-Witze gibt? Zu solchen „Vorurteilen“ zählen: Die Badener sind fröhlicher, leichtlebiger, den Freuden des Lebens zugewandt; die Württemberger sind demgegenüber ernster, verschlossener, von relativ strengem, oft asketischem Charakter. Die Badener sind großzügiger und toleranter, die Württemberger sind sparsam bis zum Äußersten und neigen zu intoleranter Strenge. Die Badener sind gesellig und gesprächig, die Württemberger einsam und einsilbig. Die Badener lieben den Disput, sind darin aber verträglich, die Württemberger sind in der Auseinandersetzung verbissen ernsthaft und rechthaberisch. Die Badener sind liberal, interessiert am Neuen, weltoffen, die Württemberger konservativ, traditionsorientiert und ein wenig quietistisch.

Enzkreistour mit überraschendem Fazit

Der Leiter des Kreisarchivs des Enzkreises Pforzheim, Konstantin Huber, wird in seinem Vortrag in Knittlingen, also unweit der alten Landesgrenze, anhand von Quellen aus dem 19. Jahrhundert die Frage untersuchen, ob sich auch derartige Unterschiede zwischen den benachbarten Bewohnern der badischen und württembergischen Ortschaften im Pforzheimer Raum festmachen lassen. Seine mit historischen Quellenzitaten gespickte Grenztour startet im Westen zwischen Langenalb und Conweiler und führt durch den gesamten Enzkreis. Sie endet schließlich in dessen Nordosten in der Region um Knittlingen – und sie wartet mit einem durchaus überraschenden Fazit auf.

Über den Autor

Konstantin Huber, in Rottweil geboren, ist nach Ausbildung zum Diplom-Archivar seit 1990 Leiter des Kreisarchivs des Enzkreises in Pforzheim und übt diverse Beiratstätigkeiten in historischen Institutionen aus. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen, vor allem zur Regional- und Ortsgeschichte des Pforzheimer Raumes, Migrations- und Personengeschichte, zu Namenkunde und Kleindenkmalen.

Informationen

Infos gibt es unter Tel.: 07043/ 9506922 und 07043/951610, E-Mail: faustmuseum@knittlingen.de , www.faustmuseum.de
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