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Wohnen im Betonkubus

Betonkubus mit viel Charme: Die 45 cm starken Außenwände des Gebäudes bestehen aus dämmendem Leichtbeton. Innen gehen Holz und Beton eine perfekte Symbiose. Im Obergeschoss sind alle Räume durch einen breiten Flur verbunden.  Fotos: betonbild/Darko Todorovic
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  • Betonkubus mit viel Charme: Die 45 cm starken Außenwände des Gebäudes bestehen aus dämmendem Leichtbeton. Innen gehen Holz und Beton eine perfekte Symbiose. Im Obergeschoss sind alle Räume durch einen breiten Flur verbunden. Fotos: betonbild/Darko Todorovic
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Reduziert aufs Wesentliche

txn-p. Kleines Haus statt protziger Villa: Ein Architektenehepaar zeigt mit seinem Eigenheim, wie Wohnen auf hohem Niveau ohne Ballast möglich ist. Schon die Form des Hauses – ein schlichter Kubus – steht für die Reduktion auf das Wesentliche.
Das Konzept spiegelt sich auch in der Materialkombination und sogar in den Zimmergrößen wider. Etwa elf Quadratmeter für jedes Kinderzimmer sind nicht viel, doch sie reichen aus, wenn sich davor ein Spielflur erstreckt und das ganze Haus belebter Wohnraum ist. Eine hölzerne Treppe, die wie bei einem Raumschiff von oben ausgefahren zu sein scheint, bringt Bewohner und Gäste in das Obergeschoss mit den drei Kinderzimmern, dem Schlafzimmer der Eltern und dem gemeinsamen Bad. Nach Westen hin sind alle Räume durch einen breiten Flur verbunden, den auf der einen Seite die Kinder zum Spielen nutzen und auf der anderen die Eltern zum Arbeiten.
Die Baufamilie reduzierte neben dem Sichtbaren auch die meist unsichtbare Technik auf das absolut notwendige Minimum. Eine kontrollierte Be- und Entlüftung gibt es nicht, geheizt wird mit einem Grundofen, außerdem produziert eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach einen Teil des benötigten Stroms. So autark wie möglich und wirtschaftlich sinnvoll sollte das Haus sein. Daher ist die Küche auf der einen Seite des Ofens, das Gäste-WC auf der anderen und das Badezimmer liegt direkt darüber. Konzept und Grundrissplanung greifen ineinander wie die Rädchen eines Getriebes.
Dämmbeton als Baustoff: Minimalismus und Reduktion führten letztlich sehr klar zu einem Baumaterial. Weil monolithisch gebaut werden sollte, fiel die Wahl auf den hierzulande immer noch fast neuen Dämmbeton. Um die Oberflächen der Wände lebendiger zu gestalten, wurde eine herkömmliche und damit kostengünstigere Schalung verwendet.
Die Außenwände sind per Hand bearbeitet. Die Fassade wurde gestockt und hydrophobiert, um eine homogenere, tuffartige Oberfläche zu erhalten. Innen wurden die Wände mit einem Schwingschleifer bearbeitet und zweimal gewaschen. Sollte an den Wänden ein störender Fleck entstehen, kann dieser einfach durch Abschleifen entfernt werden. Neben der äußeren Hülle besteht auch der innere Kern, der den Technikraum und die Bäder aufnimmt, aus Sichtbeton, alles andere aus Holz. Das Ergebnis der bemerkenswerten Materialkombination: ein sehr individuelles Wohnhaus, das viel Komfort in der reduzierten Umgebung moderner Baukultur möglich macht.

Autor:

Kraichgau News Ratgeber aus Bretten

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