Leserbrief zum Umgang mit Billig-Fleisch und Leiharbeitern
Gefahr durch Großfleischereien

Leserbrief zum Umgang mit Billig-Fleisch und Leiharbeitern.

Leute! Kauft Euer Fleisch unbedingt weiter bei den Discountern und anderen Billigheimern, es ist so billig, Ihr könnt jeden Tag ein Nackensteak für 50 Cent essen. Toll, wenn man sieht, wie das Fleisch in der Pfanne auf wundersame Weise rum hüpft und sich bis zur Unsichtbarkeit verkleinert, weil es so wunderbar gewässert-saftig ist.

Und es wäre doch jammerschade, wenn wir jetzt, coronabedingt, unsere Einkaufsgewohnheiten ändern sollten. Wie sollen dann Großfleischereien weiter existieren, wenn Sie keine Leiharbeiter mehr bei dubiosen Leihfirmen anheuern und zu Dumpingpreisen beschäftigen können, die dann auch noch in zum Teil menschenunwürdigen Unterkünften untergebracht werden und zum Teil menschenunwürdig im Vier-Schicht-System arbeiten müssen. Und außerdem würde man den Schlachttieren ihre Wohlfühlfahrten durch ganz Europa entziehen, allerdings in etwas beengten Verhältnissen, ohne Verpflegung, damit sie, zum Teil auch "leicht" angeschlagen, in den Großfleischereien zur Schlachtbank geführt werden.

Wir haben hier bei uns so viele Landwirte, die ihre Tiere wohlwollend und anständig großziehen und gut behandeln. Dieses Fleisch ist tausendmal besser als das Fleisch vom Discounter, es ist in der Tat teurer, aber muss man wirklich jeden Tag Fleisch essen?

Die Beschäftigung von meist osteuropäischen Leiharbeitern wird von der Politik ausdrücklich erlaubt. Leider. Sie werden in unverschämter Weise ausgenutzt und viele erfolgreiche Arbeitgeber nutzen halt jede Gelegenheit, auf Kosten anderer und deren Gesundheit, rasch reicher zu werden. Prima! Man kann ja auch mal ruckzuck ein paar Hunderttausender einer Stadt spendieren für gemeinnützige Dinge, das Wohlwollen der Stadtoberen ist gewiss.

Diese Fragen habe ich noch: Sollten nicht die vielen Leiharbeiter in Bretten, die ja ähnlich untergebracht sind wie die Leiharbeiter in den Großfleischereien, auch auf gleiche Art und Weise auf Covid-19 getestet werden? Wenn das Gesundheitsamt nicht in Aktion tritt, sollte das nicht von der Gemeinde, in der diese Leiharbeiter sich aufhalten, beantragt werden? Ich habe immer ein mulmiges Gefühl, wenn das Gerüchle bei Westwind durch Bretten wabert, im Wald riechts man doch nicht so.

Dr. Friedrich Brüggemann
Bretten

Autor:

Kraichgau News aus Bretten

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