Keine weiteren Corona-Infektionen an Gymnasium in Bretten nachgewiesen
Präsenzunterricht am ESG wieder aufgenommen

Ab dem heutigen Donnerstag, 2. Juli, können die Schülerinnen und Schüler des Edith-Stein-Gymnasiums in Bretten wieder regulär in den Unterricht gehen.
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Bretten (kn) Ab dem heutigen Donnerstag, 2. Juli, können die Schülerinnen und Schüler des Edith-Stein-Gymnasiums in Bretten wieder regulär in den Unterricht gehen. Wie die Stadt in einer Meldung mitteilt, haben diese Entscheidung Oberbürgermeister Martin Wolff, Bürgermeister Michael Nöltner und der Leiter des betroffenen Edtih-Stein-Gymnasiums (ESG), Daniel Krüger, in einer gemeinsamen Sitzung und in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Karlsruhe getroffen. Der dortige Leiter der Abteilung Gesundheitsschutz, Dr. Ulrich Wagner, hatte per Videoschaltung ebenfalls an der Sitzung teilgenommen. Ausgenommen vom Präsenzunterricht sind aber weiterhin die Schülerinnen und Schüler, die sich derzeit in häuslicher Quarantäne befinden (wir berichteten).

60 Tests fielen negativ aus

Anlass für die kurzfristige Konferenzrunde seien laut Verwaltung die seit gestern, 1. Juli, vorliegenden Ergebnisse beim Gesundheitsamt, das 60 weitere Personen aus dem Schulumfeld auf das Coronavirus getestet hatte. Die Tests sind laut Verwaltung alle negativ ausgefallen. Damit bleibt es vorläufig bei vier infizierten Schülern und einer Lehrkraft am Brettener (ESG) Die 15 Schüler des J1 Kurses der Klasse elf am ESG und acht weitere Schüler sind in häuslicher Quarantäne.

„Wir haben uns für die Sicherheit entschieden“

„Wir haben absolut richtig gehandelt, die Schule für drei Tage für den Präsenzbetrieb zu schließen, bis die Ergebnisse der Corona-Tests vorliegen“, gibt sich OB Wolff überzeugt. Es sei eine Risiko-Abwägung zwischen der Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Virus in der Schule bei weiterlaufendem Betrieb und einer dreitägigen Schulschließung gewesen. „Wir haben uns für die Sicherheit entschieden“, so Wolff. Zuvor hatte Wolff sich mit dem Ersten Landesbeamten, Knut Bühler, telefonisch über die weitere Vorgehensweise beraten. Dieser hatte darauf hingewiesen, dass die Schülerinnen und Schüler besonders im privaten Umfeld achtsam sein und sich an die Hygieneregeln halten müssten.

Infektion der Lehrerin seit 24. Juni bekannt

Es sei nämlich nicht nachgewiesen, dass die Infektion der Lehrkraft mit den infizierten Schülern in Zusammenhang stehe. Vielmehr könne auch ein externer Eintrag des Virus vorliegen, so Wolff. Niemand trage das Virus absichtlich in die Schule. Schuldzuweisungen seien nicht sinnvoll. So könne eine Übertragung des Virus bei privaten Treffen der Schülerinnen und Schüler vor oder nach der Schule passieren, wenn Mindestabstand und Hygiene nicht beachtet würden, so die Meinung der Verantwortlichen. Beim Gesundheitsamt war die Infektion der Lehrerin seit 24. Juni bekannt. Wagner bestätigte, dass die Quelle ihrer Infektion nicht in der Schule zu finden sei. Die Quarantäne der Lehrerin sei in einem anderen Landkreis verfügt worden. Die Schule sei über die Infektion informiert und zunächst den Schülern eines Kurses der J1 und einer Lehrerin eine freiwillige Testung angeboten worden .

"Passt auf euch auf!"

„Ich appelliere an alle Schülerinnen und Schüler, alle Brettenerinnen und Brettener, die sich trotz des Ausfalls der Peter-und-Paul-Festlichkeiten zum Feiern treffen: Passt auf euch auf!“, betonte der Oberbürgermeister zudem. Dem Appell des Oberbürgermeisters schloss sich auch Schulleiter Krüger, an. Er blicke den letzten Wochen bis zu den Ferien aber zuversichtlich entgegen. Mit seiner Lehrerschaft habe er ein umfassendes Beschulungs- und Hygienekonzept ausgearbeitet, mit versetzten Zeiten für Beginn und Ende des Unterrichts, unterschiedlichen Pausenzeiten und einer Halbierung der Klassengrößen. Nun setze er auf die Vernunft der Schülerinnen und Schüler, die sich so verhalten sollten, damit auch die weiteren Abiturprüfungen wie vorgesehen abgehalten werden könnten.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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