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Bundesweiter Aktionstag Gefäßgesundheit am 16. Juni Expertenbündnis warnt vor tödlicher Volkskrankheit

Nicht nur Reisende auf Langstreckenflügen werden über kurz oder lang einmal mit den Themen Thrombose und Thromboseprophylaxe konfrontiert. Auch Patienten, die etwa nach einer Operation weiter stationär behandelt werden, sind angehalten, sich mit der Thematik zu befassen.

Berlin (kn) Nicht nur Reisende auf Langstreckenflügen werden über kurz oder lang einmal mit den Themen Thrombose und Thromboseprophylaxe konfrontiert. Auch Patienten, die etwa nach einer Operation weiter stationär behandelt werden, sind angehalten, sich mit der Thematik zu befassen. Und dies sind nur zwei Beispiele – eine Thrombose ist aber weder eine Frage des Alters, noch der körperlichen Verfassung.

Eine Thrombose kann jeden treffen!

Die Zahlen sind erschreckend: Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 40.000 Menschen an einer Lungenembolie, der häufigsten Folgeerkrankung einer Thrombose. Das sind mehr Tote als durch Verkehrsunfälle, Brust- und Prostatakrebs und HIV zusammen. Ein Großteil dieser Todesfälle hätte mit der richtigen Diagnose und Behandlung verhindert werden können. Oft werden jedoch erste Anzeichen einer Thrombose nicht richtig gedeutet. So können Schmerzen in der Wade, die sich wie ein „Muskelkater“ anfühlen, eine Überwärmung und Verfärbung des Beins auf eine Thrombose hindeuten. Bei zusätzlicher Luftnot und Schwindel besteht die Gefahr einer Lungenembolie. Und jede zehnte Lungenembolie verläuft tödlich.
„Am Aktionstag Gefäßgesundheit möchten wir verstärkt die Öffentlichkeit auf die Symptome und Gefahren dieser folgenschweren Erkrankung hinweisen. Denn die Thrombose kennt kein Alter und kann auch bei jüngeren und sportlich aktiven Menschen auftreten. Achten Sie auf die Warnsignale Ihres Körpers und konsultieren im Zweifelsfall Ihren Arzt“ appelliert Prof. Dr. Rupert Bauersachs an die Bevölkerung.

Aktionstag Gefäßgesundheit am 16. Juni

Über Risiken und Behandlungsmöglichkeiten von Thrombosen und Lungenembolien sowie mögliche Maßnahmen zur Vorbeugung können sich Patienten und Interessierte beim achten bundesweiten Aktionstag Gefäßgesundheit am 16. Juni informieren. Veranstaltet wird der Tag von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin (DGA) sowie der Deutschen Gefäßliga, die auch Bündnispartner des „Aktionsbündnis Thrombose“ sind. Eine Übersicht der Veranstaltungen zum Aktionstag Gefäßgesundheit finden Sie unter https://www.risiko-thrombose.de/terminuebersicht.html. Auf der Webseite des „Aktionsbündnis Thrombose“ finden Sie zudem weitere Informationsmaterialien zum Thema Thrombose und Lungenembolie.

Prophylaxe ist nicht kompliziert

Am besten lässt sich einer Thrombose durch einen gesunden Lebensstil vorbeugen, mit einer ausgewogenen Ernährung, viel Bewegung und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr. Im Büro oder auf langen Reisen halten kleine Übungen die Gefäße fit – sie stärken die Muskelpumpe und regen so den Blutfluss in den Beinen an. Eine Übersicht finden Sie auf der Website des Aktionsbündnisses.

Thrombose – Verschluss mit Lebensgefahr

Von einer Thrombose sprechen die Ärzte, wenn ein Blutgerinnsel ein Gefäß, beispielsweise eine Vene, verstopft. Solche Gefäßverschlüsse sind vor allem in den tiefen Bein- und Beckenvenen sehr gefährlich. Löst sich dort ein Teil des Gerinnsels ab, wird es mit dem Blutstrom über das Herz in die Lunge verschleppt. Dort verschließt es die für die Atmung lebenswichtigen Adern und es kommt zur lebensbedrohlichen Lungenembolie. Je größer das verschleppte Gerinnsel ist, desto gefährlicher wird die Situation.

Aktionsbündnis Thrombose

Die Deutsche Gesellschaft für Angiologie hat das Aktionsbündnis Thrombose ins Leben gerufen. Bündnispartner sind die Deutsche Gefäßliga e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie e.V. Das Bündnis initiiert eine Aufklärungskampagne, um auf die Risiken von Venenthrombose und  Lungenembolie hinzuweisen. Sie soll das öffentliche Bewusstsein für Prävention, Diagnose und Therapie schärfen. Damit weniger Menschen durch die Folgen einer Thrombose sterben.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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