Führung zur Brettener Revolutionsgeschichte
Überraschend großes Publikumsinteresse

BRETTEN (kn) Überraschend groß war das Interesse des Publikums an der Stadtführung über die Geschichte der Revolutionen in Bretten, zu der die Wählergemeinschaft "Aufbruch Bretten" eingeladen hatte. Rund 40 Teilnehmer folgten den Ausführungen der beiden Referenten, Stadtrat Hermann Fülberth und Dr. Peter Bahn, zum Bauernkrieg von 1525, zur demokratischen Revolution von 1848/49 und zum Brettener Arbeiterrat von 1918/19, wie es in einer Mitteilung der Veranstalter heißt.

Von der Stadtmitte in die Oststadt

Nachdem der historische Rundgang am ehemaligen badischen Amtshaus begonnen hatte, führte er weiter zum Gottesackertor und durch die Melanchthonstraße mit ihren verschiedenen Schauplätzen der historischen Revolutionsereignisse und weiter zum Marktplatz. Dort, im Herzen der Stadt, war immer auch das Zentrum von Volkserhebungen in Bretten, dort wurde zum Beispiel 1848 ein Freiheitsbaum aufgestellt und 1849 der württembergisch-badische Grenzpfahl, den man bei Knittlingen ausgehoben hatte, im Triumph in die Stadt gebracht. Danach ging es in die Oststadt, wo verschiedene weitere Schauplätze gezeigt wurden. Die Führung endete im alten „Oppenloch“-Viertel in der Friedrichstraße bei dem 1999 dort aufgestellten, von dem Brettener Künstler Willi Gilli gestalteten Denkmal „Die Stille im Drehmoment der Bewegung“, das an die demokratische Revolution erinnern soll.

Immer wieder "befriedet"

An dieser Stelle zogen die beiden Referenten ihr Fazit: Da alle drei revolutionären Situationen ihren Ursprung nicht in Bretten selbst hatten, sondern in der Stadt nur Bewegungen von außerhalb nachvollzogen wurden, gelang es den alten Mächten immer wieder, Bretten zu "befrieden" und den Elan der Brettener Aufständischen zu dämpfen. Allerdings gab es in Bretten auch soziale Verhältnisse, die durch Hunger, Armut und – so 1918 – Elend nach einem verlorenen Krieg zu Protest drängten. Der große Anklang der Veranstaltung aber wird für "Aufbruch Bretten" ein Anlass sein, für die Zukunft die kritische Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte zu verstärken.

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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