Städtische Wohnungsbaugesellschaft will in Bretten 60 neue Wohnungen schaffen
"Unser Gewinn ist die Schaffung von neuem Wohnraum"

Bürgermeister Michael Nöltner (rechts), gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbau GmbH, sowie der Geschäftsführer der Gesellschaft, Gerd Lehmann, im Pressgespräch.
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  • Bürgermeister Michael Nöltner (rechts), gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbau GmbH, sowie der Geschäftsführer der Gesellschaft, Gerd Lehmann, im Pressgespräch.
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Bretten (swiz) Der Wohnungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschärft. Vor allem bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit kleineren Einkommen ist Mangelware. Um diesem Negativ-Trend entgegenzuwirken, will die Städtische Wohnungsbaugesellschaft in Bretten in den nächsten zwei Jahren 60 neue und vor allem bezahlbare Wohnungen schaffen. Die Hälfte dieser Wohneinheiten soll dabei im Wannenweg, die anderen 30 in der Kleiststraße entstehen, erklärten Bürgermeister Michael Nöltner, der gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbau GmbH ist, sowie der Geschäftsführer der Gesellschaft, Gerd Lehmann, in einem Pressgespräch. Zudem nutzten Nöltner und Lehmann die Gelegenheit, die neuen Räume der Wohnungsbau „An der Schießmauer“ vorzustellen. Dorthin ist die Wohnungsbau mit ihren Mitarbeitern aus der Schlachthausgasse aus Platz- und Modernisierungsgründen umgezogen. An der Schießmauer selbst hat die GmbH insgesamt 18 neue Wohnungen geschaffen.

Wohungsbau verwaltet über 500 Wohnungen

Insgesamt verwaltet die Wohnungsbau in Bretten über 500 Wohnungen. Einen Leerstand gibt es dort nicht, das macht alleine der Blick auf die Warteliste der Gesellschaft deutlich, auf der sich Menschen mit einem sogenannten Wohnberechtigungsschein für eine Wohnung „bewerben“ können. „Wir haben derzeit 325 Suchende auf unserer Liste, die auf die Vermittlung einer Wohnung warten“, sagt Lehmann. Dies sei ein normaler Schnitt, gemessen an vergleichbaren Gemeinden wie Bruchsal oder Eppingen. Man müsse allerdings wissen, ergänzt Nöltner, dass diese Menschen in der Regel Wohnraum hätten und nicht auf der Straße sitzen würden. „Die Not ist in diesen Fällen verschieden groß“.

Maximal 6,70 Euro pro Quadratmeter

Zu erklären ist die große Nachfrage nach Wohnraum der Städtischen Gesellschaft vor allem durch den Mietpreis. „Selbst unsere teuersten Wohnungen kosten maximal 6,70 Euro pro Quadratmeter“, betont Nöltner. Dies gilt auch für Neubauten. Gegenüber Bauprojekten wie dem Steinzeugpark, dem geplanten Wohnpark auf dem Areal zwischen Bismarckstraße, Bertholdtstraße und Melanchthonstraße oder auch der Melanchthonhöhe sind diese Wohnungen daher mehr als erschwinglich. Investoren haben aber, auch aufgrund von Förderungen, ebenfalls die Schaffung von sozialem Wohnraum wieder in den Blick genommen. So baut die Firma Harsch auf dem Areal des ehemaligen evangelische Alten- und Pflegeheims im „Brettspiel“ ein Gebäude mit 34 Wohnungen, von denen ein großer Teil „bezahlbarer Wohnraum“ sein soll.

Großbauprojekte am Wannenweg und in der Kleiststraße

Die Großprojekte der Städtischen Wohungsbau entstehen derzeit am Wannenweg und der Kleiststraße. Am Wannenweg werden vier alte Häuser durch vier neue, vierstöckige Gebäude ersetzt. „Der Baubeginn ist dort für das vierte Quartal 2020 geplant“, sagt Lehmann, der mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren für beide Bauabschnitte rechnet. „Leider hat sich der Baubeginn um rund eineinhalb Jahre hinausgezögert, weil ein Mieter sich geweigert hat, auszuziehen.“ Das Amtsgericht habe nun aber Tatsachen geschaffen. In der Kleiststraße wird in naher Zukunft ebenfalls gebaut. Zwei Neubauten sollen unter anderem die ehemalige Obdachlosenunterkunft ersetzen. Geschaffen werden in den Gebäuden Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit Größen zwischen 35 und 71 Quadratmetern. „Der Trend geht immer mehr zu Single- und Zwei-Personen-Haushalten“, begründet Nöltner die Planungen. Gebaut wird dabei komplett auf Grundstücken, die bereits in städtischem Besitz sind.

„Gewinn ist die Schaffung von neuem Wohnraum“

Mit dem Bau der neuen Wohnanlagen solle dem Quartier auch das manchmal unterstellte Image des „sozialen Brennpunkts“ genommen werden, so Nöltner. „Das werden tolle Wohnungen dort, mit Balkonen, bodentiefen Fenstern und teilweise auch einem Blick über die Stadt.“ Investieren wird die Wohnungsbau in die beiden Großvorhaben laut Geschäftsführer Lehmann rund 14 Millionen Euro, finanziert durch Eigenkapital und Darlehen der L-Bank sowie der Hausbank. Reich wolle man durch den Bau dieser Wohnungen nicht werden, erklären Nöltner und Lehman abschließend. „Unser Gewinn ist die Schaffung von neuem Wohnraum.“

Bürgermeister Michael Nöltner (rechts), gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbau GmbH, sowie der Geschäftsführer der Gesellschaft, Gerd Lehmann, im Pressgespräch.
Das Wohnprojekt am Wannenweg mit den vier Neubauten.
Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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