Ultralauf night52 des TV Bretten startet am 18. Juli mit großem Hygienekonzept
"Hotspot des sportlichen Mutes"

Bretten (swiz) Der Ultralauf night52 ist eines der sportlichen Highlights in der Region und für die Läufer eine 52 Kilometer lange Herausforderung, die sich in einer Schleife durch Bretten, Neulingen, Ölbronn, Knittlingen und Flehingen zieht. Die wirkliche Herausforderung ist 2020 jedoch nicht die lange Laufstrecke, sondern die Corona-Pandemie. Doch während sportliche Events wie der Ironman Kraichgau oder der Sparkasse Kraichgau CityCup, in dessen Rahmen der night52 sonst stattfindet, die Segel angesichts der enormen Hygienevorschriften und Kontaktbeschränkungen streichen mussten, zeigte sich das Team des Ultralauf-Veranstalters TV Bretten unerschrocken. Das Ergebnis: Der Lauf kann am 18. Juli um 16 Uhr starten.

Langer Weg bis zum Start

Doch bis dieses Ergebnis feststand, war es ein langer Weg, wie Armin Schulz, Vorstandsmitglied beim TV, erklärt. "Wir durften aufgrund der Vorschriften nur maximal 100 Leuten einen Startplatz geben. Aber aufgrund der großen Nachfrage hätten wir die Plätze auch verlosen können." Und für diese Starter hat das Organisationskomitee des TV ein dynamisches Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ausgearbeitet.

"Hotspot im Sinne des sportlichen Mutes"

Ein großes Lob spricht Schulz in diesem Zusammenhang auch an die Stadt Bretten aus. "Simon Bolg als Ordnungsamtsleiter und Michael Nöltner als Bürgermeister und im übrigen auch Läufer in der Staffel, haben uns bei der Ausarbeitung des Konzepts unterstützt. Das hat uns sehr geholfen." Und weiter: "Wir wollen den Leuten mit der Durchführung des Ultralaufs einfach zeigen, dass es auch in diesen Zeiten wieder Zuversicht und Normalität gibt", betont Schulz. Man wolle daher am 18. Juli "ein Hotspot im Sinne des sportlichen Mutes" sein.

Helfer müssen Mundschutz und Einmalhandschuhe tragen

Untermauert wird dieser Mut, wie schon erwähnt, durch ein umfassendes Hygienekonzept. So wird es einen Massenstart wie in den zurückliegenden Jahren nicht geben. Unter Berücksichtigung der aktuellen Mindestabstandsregel starten stattdessen alle zehn Sekunden drei Teilnehmer im aktuellen Mindestabstand zueinander auf die Strecke. Die anderen Teilnehmer reihen sich dahinter in Dreier-Gruppen mit entsprechendem Abstand zueinander und zu den anderen Dreier-Gruppen ein. So will das Organisationsteam eine Entzerrung des Rennens schon beim Start erreichen. Die aktuellen Corona-Vorgaben haben indes auch Einfluss auf das Verpflegungssystem an der Strecke. So liegt zum Beispiel nur geschlossene Verpflegung in Form von Energieriegeln oder ganzem Obst bereit. Die Tische der Stationen sind zudem mit einer Schutzwand aus Plexiglas oder Klarsichtfolie versehen. Die Helfer müssen Mundschutz und Einmalhandschuhe tragen.

100 Zuschauer erlaubt

Eine Tatsache, die laut Schulz besonders vermisst werden wird, ist der Applaus der Zuschauer. Denn nichts entschädigt wohl für die Strapazen eines solchen Laufs mehr, als die Anerkennung einer riesigen klatschenden Menschenmenge. Nicht so in diesem Jahr, denn die Zuschauerzahl im Stadion, in dem der Lauf startet und endet, ist auf 100 Personen limitiert. Für diese Menschen hat der Verein ebenfalls ein Hygienekonzept ausgearbeitet.

Sponsoren bleiben dabei

Und auch von einer normalen Siegerehrung ist man meilenweit entfernt. So werden die Plätze eins bis drei nach dem Zieleinlauf nicht gemeinsam, sondern jeweils einzeln geehrt. Die Sieger müssen ihre Preise zudem selbst vom Tisch nehmen. Doch nicht nur für die Sportler ist die Situation schwierig, auch der TV Bretten leidet, vor allem in finanzieller Hinsicht. Die Startplätze kosten für die Sportler je nach Buchungszeitraum zwischen 40 und 65 Euro. Mehr Läufer würden für den Verein also auch mehr Einnahmen bedeuten. Geld, das für den durch die Corona-Krise gebeutelten Verein sehr wichtig wäre. Um so bedeutender sind in diesem Fall die Geldgeber. "Da sind wir sehr dankbar, dass unsere Sponsoren uns in dieser schwierigen Zeit die Stange gehalten haben", sagt Schulz. So sind unter anderem die Sparkasse Kraichgau, die Stadtwerke Bretten, oder auch die Petri GmbH, Bitburger und dm auch in diesem Jahr wieder dabei.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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