Der Brettener Paul Hochberger ist Sieger des Porsche Sports Cup Deutschland 2020
Vom Bobby Car in den Porsche Cup

Paul Hochberger nach dem Gesamtsieg des Porsche Cups.
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  • Paul Hochberger nach dem Gesamtsieg des Porsche Cups.
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Bretten (swiz) Der Brettener Paul Hochberger hat nicht nur Benzin im Blut, sondern auch noch Erfolg im Motorsport. Denn jüngst hat der 31-jährige Familienvater aus der Melanchthonstadt den Gesamtsieg im "Porsche Sports Cup Deutschland" gewonnen. Der Cup wird seit 2005 ausgetragen und richtet sich an motorsportbegeisterte Porschefahrer in unterschiedlichen Leistungsklassen. Diese treten in insgesamt fünf Rennen pro Jahr gegeneinander an. Es handelt sich dabei um die höchste Klasse im Amateursport. Hochberger geht mit einem Porsche GT3 auf die Piste. Im Gespräch mit der Brettener Woche spricht der passionierte Rennfahrer über seine ersten Erfahrungen im Motorsport und die Pläne für die Zukunft.

Herr Hochberger, sie haben den Gesamtsieg des Porsche Sports Cup erreicht. Wie lange haben Sie auf diesen Sieg hingearbeitet? Wie verlief ihre Karriere im Motorsport?
Bereits als Kind wurde mir der Grundstein „Passion Automobil“ in die Wiege gelegt. Mit meinem Bobby Car raste ich, wann immer möglich, die Berge hinunter. Dabei hatte mein Vater regelmäßig Schweiß auf der Stirn. Mit 15 Jahren hatte ich den ersten Motorroller, mit 16 das erste 125CC-Sportgerät. Im Kart drehte ich dann meine ersten Runden auf Rennstrecken und ich merkte, das war mein neues Zuhause. Mit 17 Jahren durfte ich dann als erster Jugendlicher meinen Führerschein in Baden-Württemberg machen, da ich in der Ausbildung zum Hotelkaufmann steckte. Der Rennsport begann 2016 mit dem Kauf eines Porsche Cayman GT4 mit Straßenzulassung und der notwendigen Rennlizenz. Gleichmäßigkeitsrennen standen dann zuerst im Mittelpunkt. 2018 gründete ich zusammen mit Professor Dr. Stefan Waibel den Rennstall RaceDoxx. In Remchingen haben wir eine Halle angemietet, um die relevanten Jobs realisieren zu können. 2019 wechselte ich das Rennfahrzeug auf einen Porsche GT4 Clubsport ohne Straßenzulassung. Anfang dieses Jahres gab es dann einen erneuten Fahrzeugwechsel. Nun stand ein Porsche GT3 als Basis für die neue Saison zur Verfügung. Hinzu kam Oliver Bliss als Teamchef. Er und sein Team setzen die Anforderungen des DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) um und managen Technik und Strategie.

Beim Porsche Sports Cup handelt es sich um die höchste Klasse im Amateurmotorsport. Wie viel Ihrer Freizeit verwenden Sie auf das Training für die Rennen und die „Tüftelei“ an Ihrem Auto?
Neben meinem Beruf sind ein bis zwei Tage pro Woche nötig, um die Aufgaben und Herausforderungen umsetzen zu können. Dabei steht aber nicht die Tüftelei, sondern Training und Organisation im Vordergrund.

Steht Ihnen ein Team, wie wir es beispielsweise aus der Formel 1 kennen, an der Seite?

Ja, ohne ein funktionierendes Team wäre das alles nicht möglich. Sechs Techniker plus Teamchef, vier Familienmitglieder sowie eine Person für Social Media runden das gesamte Team ab.

Sie sind auch Familienvater. Wie verträgt sich dieses private Leben mit dem sicherlich oft zeitraubenden und auch nicht ganz ungefährlichen „Hobby“ Motorsport?

Nur durch viel Idealismus und den hohen Zusammenhalt der Familie ist die Realisierung dieses Sports möglich. Dieser Rückhalt gibt mir die Kraft, die Aufgaben zu bewältigen.

Auch in Ihrem Fall können wir auf das Thema „Corona“ nicht verzichten. Wie hat die Pandemie Ihren Sport beeinflusst?
Bedingt durch die Pandemie und die Vorschriften der Veranstalter sind 25 Prozent der Rennen in diesem Jahr abgesagt worden. Zuschauer hatten keine Möglichkeit, die Rennen live zu verfolgen. Die geforderten Hygienevorschriften wurden von allen Rennteams umgesetzt. Nur dadurch gab es glücklicherweise keine Infektionen.

Wie sehen Ihre weiteren Ziele im Motorsport aus?
Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft im Porsche Sports Cup ist sicher, dass Sie mich auch im nächsten Jahr wieder auf der Rennstrecke sehen werden. Dann greifen wir wieder an. Per heute ist offen, in welcher Serie das sein wird.

Die Fragen stellte Brettener Woche/kraichgau.news-Redaktionsleiter Christian Schweizer.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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