Ein Lesetipp

Für die Musestunden zwischendurch.

Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, Ihnen ein Buch vorzustellen, das die ungewöhnliche Freundschaft einer äußerst gebildeten alten Dame und eines vermeintlich grobschlächtigen arbeitslosen Mannes mittleren Alters zum Inhalt hat: Das Taschenbuch „Das Labyrinth der Wörter“ von Marie-Sabine Roger, erschienen im Deutschen Taschenbuch Verlag.
Germain Chaze – der ohne jegliche Zuwendung und Förderung aufgewachsene Akteur des Romans – trifft eines Nachmittags zufällig im Park auf eine kultivierte, belesene Dame - Margueritte. Gemein haben die zwei eine Marotte: sie füttern und zählen die Tauben im Park. Durch diese leicht verschrobene Eigenart kommen die beiden – die unterschiedlicher kaum sein könnten – ins Gespräch und im Lauf der Zeit entwickelt sich eine Freundschaft, die Germain bis dahin so nicht kannte. Es liest sich wunderschön und mitunter auch sehr amüsant, mit welcher Begeisterung Margueritte Germain an ihre Welt der Bücher heranführt, ihm vorliest und Wertschätzung entgegenbringt. Sie bringt Germain zum Nachdenken über das Leben, die Liebe, die Familie. Und nicht zuletzt dazu, sich mit Büchern auseinander zu setzen, lesen und vorlesen zu lernen.
Während des Lesens schließt man Germain trotz seiner teils derben Ausdrucksweise ins Herz, denn dem Charme manch seiner Überlegungen kann man sich kaum entziehen: ….“Wörter sind wie Schachteln, in die man seine Gedanken einsortiert, um sie den anderen besser präsentieren und verkaufen zu können“ (Seite 21)…. „So, das waren zwei, drei Gedanken, die mir gekommen sind, als ich nicht darauf geachtet habe. Überlegen hilft mir beim Denken“. (Seite 133)
Im „Labyrinth der Wörter“ geht es um Freundschaft, die Kraft der Sprache und Wörter, um Unvoreingenommenheit und das vorurteilsfreie Aufeinander zugehen abseits der üblichen Konventionen.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen dieses kleinen, feinen Buchs, das sich auch wunderbar als Geschenk eignet.
Eine entspannte Woche und ausreichend Zeit für die Dinge, die Ihnen am Herzen liegen

Autor:

Annette Zabel aus Bretten

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