Festspielhaus Baden-Baden: Ein holzgeschnitzter Prinz

Die Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle.
  • Die Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle.
  • Foto: Monika Rittershaus
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Osterfestspiele Baden-Baden 2018 : Krystian Zimerman, ein holzgeschnitzter Prinz und Orpheus in der Unterwelt.

Baden-Baden (jl) Die Baden-Badener Osterfestspiele haben mit ausverkauften Veranstaltungen begonnen. In der Karwoche werden nun vor allem die Konzerte mit dem polnischen Pianisten Krystian Zimerman sowie das Musikfest der Berliner Philharmoniker von vielen Musikliebhabern erwartet. Für die kommenden Konzerte und Opernaufführungen „Parsifal“ gibt es noch Eintrittskarten. Am Ostersonntag wird Krystian Zimerman den Solopart in Leonard Bernsteins zweiter Sinfonie für Klavier und Orchester „The Age of Anxiety“ übernehmen. Der große amerikanische Dirigent und Komponist hätte 2018 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, schätzt dessen zweite Sinfonie sehr und freut sich, sie mit seinen „Berlinern“ aufzuführen. Mit dem Pianisten Krystian Zimerman pflegen das Orchester und Sir Simon Rattle eine tiefe künstlerische Freundschaft. Das Musikfest am Gründonnerstag wird ein vielseitiger musikalischer Abend, dessen Spektrum vom Barock über die Romantik bis in die klassische Moderne reicht. Höhepunkt des Abends: Sir Simon Rattle dirigiert das Bundesjugendorchester, in dem auch erfahrene Mitglieder der Berliner Philharmoniker zu diesem Anlass mitspielen. Auf dem Programm steht zu diesem Finale eines abwechslungsreichen Konzertabends Béla Bartóks Tanzspiel „Der holzgeschnitzte Prinz“.

„Der holzgeschnitzte Prinz“

Der ungarische Komponist Béla Bartók schrieb das Tanzspiel „Der holzgeschnitzte Prinz“ zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Die Uraufführung fand 1917 kurz vor dem Zusammenbruch der Monarchie statt. Anlass für die Entstehung des „Holzgeschnitzten Prinzen“ war übrigens, im
Frühjahr 1913, das Budapester Gastspiel von Sergej Diaghilews „Ballets russes“ gewesen. Aufgeführt worden war bei dieser Gelegenheit unter anderem Strawinskys Petruschka – ohne dass Bartók von alledem Kenntnis genommen hätte. Opernintendant Graf Miklós Bánffy allerdings war schnell auf die Idee gekommen, von Bartók ein ähnliches Werk zu erbeten, womit er nicht zuletzt sein schlechtes Gewissen hatte beruhigen wollen, erst kurz zuvor noch hatte er Bartóks Blaubart abgelehnt. Die Ballettmusik entstand zwischen 1914 und 1916. Zu Konzertzwecken hat Bartók das Ballett später, 1924 und 1932, auf das Format einer Suite reduziert. In den ersten beiden Teilen des Musikfestes der Berliner Philharmoniker erklingt Musik von Antonio Vivaldi und eine „Offenbachiade“ für Holzbläser. Arrangiert wurde dafür die Offenbach-Operette „Orpheus in der Unterwelt.“ Am Karsamstag ist die norwegische Violinistin Vilde Frang ebenfalls mit Werken von Bartók und einer Auswahl aus dem „Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn Bartholdy zu erleben. Begleitet wird sie von den Berliner Philharmonikern unter Iván Fischer.

Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Informationen und Eintrittskarten: Tel. 07221 / 30 13 101

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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