BM Michael Nöltner und Stadtbauamtsleiter Karl Velte präsentieren Status Quo der städtischen Baumaßnahmen
„Auch die Männer dürfen wickeln“

Bürgermeister Michael Nöltner, Rüdiger Schneider, Kai de Bortoli und Stadtbauamtsleiter Karl Velte (von links) zeigten sich zufrieden mit den städtischen Baumaßnahmen. swiz
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Bretten (swiz) Es ist der vierte Stopp auf der jährlichen Besichtigungstour der städtischen Baumaßnahmen in Bretten, als Bürgermeister Michael Nöltner, Stadtbauamtsleiter Karl Velte sowie die städtischen Mitarbeiter Fabian Dickemann, Rüdiger Schneider und Kai de Bortoli regelrecht enthusiastisch werden. Von „feinstem Edelstahl“ und von „extra durch das Denkmalamt genehmigte und speziell angefertigte Holztüren“ ist da in schwärmerischen Worten gegenüber den Pressevertretern die Rede.

Highlight "Toiletten in der Pforzheimer Straße"

Das Bauwerk, um das es dabei geht, dient allerdings einem eher profanen, wenn auch, bedingt durch die menschliche Natur, sehr wichtigem Zweck, nämlich der Verrichtung der Notdurft. Die Rede ist vom abgeschlossenen Umbau der öffentlichen Toiletten an der Pforzheimer Straße. „Hier wurden während der Bauarbeiten die kompletten Räume entkernt und neu aufgebaut“, erklärt Nöltner. Entstanden sind ein Toilettenhäuschen für Männer, das zusätzlich eine Behindertentoilette, enthält und ein Raum für Frauen. „Wickeltische gibt es übrigens in beiden Räumen, denn bei uns dürfen auch die Männer wickeln“, erklärt Nöltner strahlend. Auch Velte zeigt sich von dem Bau begeistert, seien doch die öffentlichen Toiletten so etwas wie das Aushängeschild einer Stadt. „Wie beispielsweise der Friedhof“, so der Amtsleiter. Eröffnet werden die Räume offiziell zum Weinmarkt. Ab da sind sie dann täglich von sieben bis 22 Uhr geöffnet.

Schulen im Fokus

Neben den Toiletten standen aber vor allem die Schulen im Fokus der städtischen Baustellentour. Die Sommerferien werden dort für Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen genutzt. So wird momentan noch das Flachdach der Max-Planck-Realschule (MPR) saniert. Unter anderem wurden dort eine neue Dämmung sowie eine Notentwässerung eingebaut und die Deckschicht erneuert. Ebenso wurde die Ent- und Belüftungstechnik auf den neuesten Stand gebracht. Dies schlage alles mit Gesamtkosten von 240.000 Euro zu Buche, so Nöltner. Nach dem Abschluss der Dachsanierung sollen dann noch die Komplettsanierung der Fassade des alten Baukörpers der Schule (Kosten: 196.000 Euro) sowie Malerarbeiten im Innenbereich der MPR folgen. Dabei entstehen Kosten von 43.000 Euro.

Neuer Pausenhof für Schillerschule

Mit rund 120.000 Euro schlägt wiederum der Umbau und die Neupflasterung des Pausenhofs der benachbarten Schillerschule zu Buche. „Wir hatten hier nach Regenfällen immer wieder Probleme mit stehendem Wasser“, erklärt Nöltner den Grund der Maßnahme. Im Winter habe dies zu Glatteis und gefährlichen Situationen für die Schüler geführt. Dieses Problem habe man im Zuge der Neugestaltung behoben, außerdem wurden LED-Laternen aufgestellt sowie mehr Sitzmöglichkeiten geschaffen. Kräftig gearbeitet wird derzeit auch noch in der Grundschule in Diedelsheim. Dort werden derzeit auf drei Stockwerken vier Toiletten-Räume komplett neu gestaltet sowie die Fenster der Sporthalle ausgetauscht. Bis zum Schulstart sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Ein "Amphitheater" für Büchig

Eine besonders gelungene Baumaßnahme ist, da sind sich Velte und Nöltner einig, mit dem Neubau des Pausenhofs der Grundschule Büchig gelungen. Dort wurde zum einen ein barrierefreier Zugang für Schüler mit Behinderung geschaffen und zum anderen ein Platz errichtet, der einem kleinen Amphitheater gleicht. „Damit wurde nicht nur ein Ort für viele schulische Veranstaltungen, sondern mit Sicherheit auch für die ein oder andere Dorf-Hocketse geschaffen“, ist sich der Bürgermeister sicher. Und weiter: „Das werden die Büchiger nutzen“.

Weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung der Grundschulen

In den Grundschulen Rinklingen und Ruit sowie in der Pestalozzischule sind in diesem Jahr für je 15.000 Euro zudem noch neue medientechnische Verkabelungen vorgesehen. Unter anderem dafür hat die Stadt rund 1,5 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule des Landes Baden-Württemberg erhalten. Mit dieser Beihilfe werden allgemein Investitionen in die Ausstattung mit IT-Systemen und die Vernetzung von Schulen gefördert. Dazu zählen beispielsweise Server, WLAN-Anschlüsse, mobile Endgeräte, digitale Arbeitsgeräte sowie Anzeige- und Interaktionsgeräte. 20 Prozent muss die Stadt bei den jeweiligen Investitionen als Eigenanteil tragen. Die "Aufrüstung" der restlichen Grundschulen soll dann in 2020 folgen, so Nöltner. Weitere 500.000 Euro wurden der Stadt vom Land als variable Investitionsmasse für die Digitalisierung der Schulen zur Verfügung gestellt, fährt der Bürgermeister fort.

Kechlerstraße - erster Abschnitt soll im Oktober fertig sein

Nicht digital, dafür aber neu, sieht auch der Boden der Stadtparkhalle der Melanchthonstadt aus. Dort wurden der Parkett-Hallenboden und der Dielen-Boden der Bühne abgeschliffen und neu versiegelt. Ebenso wurden die Markierungen für die einzelnen Sportarten erneuert. Die Kosten für die Maßnahme lägen bei 30.000 Euro, so Velte. Die Grundsanierung der Kechlerstraße in zwei Bauabschnitten ist die derzeit teuerste Baumaßnahme der Stadt mit 550.000 Euro. Bis Oktober sollen die Arbeiten am ersten Abschnitt beendet sein. Der zweite Abschnitt von der Bannzaunstraße bis zur Frontalstraße soll dann 2020 angegangen werden. swiz

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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