Erlebe Bretten

SPD-Kandidat Borho liegt vorne
Bürgermeisterwahl in Kraichtal geht in die Verlängerung

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Kraichtal (bea/hk) Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl in Kraichtal konnte keiner der sieben Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen. Der 28-jährige Tobias Borho (SPD) liegt mit 35,56 Prozent und somit 2.741 Stimmen vorne. Der 30-jährige Jonas Lindner (CDU) konnte 31,04 Prozent der Wähler hinter sich versammeln und landete mit 348 Stimmen weniger, knapp hinter Borho. Der 41-jährige Lucien Kacsányi (Freie Wähler) erreichte 23,45 Prozent und somit 1.808 Stimmen. Susanne Lindacker (Grüne) konnte 6, 99 Prozent der Stimmen für sich gewinnen. Rund 200 Wahlhelfer waren in den Wahlräumen sowie im Rathaus im Einsatz, davon rund 30 im Briefwahlbezirk. Gut 4.400 Briefwahlanträge waren im Vorfeld bei der Stadt eingegangen. Von den 11.809 Wahlberechtigten der Bürgermeisterwahl haben 7.797 Wähler ihre Stimme abgegeben. Von diesen waren 88 Stimmen ungültig. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 66,03 Prozent. Da keiner der sieben Kandidaten über 50 Prozent der Stimmen erhalten hat, müssen die Wähler in Kraichtal beim zweiten Wahlgang am 28. März erneut wählen, bevor ihr künftiges Gemeindeoberhaupt feststeht.

Alles offen im zweiten Wahlgang

Am heutigen Vormittag bestätigte Jonas Lindner gegenüber der Brettener Woche/kraichgau.news, dass er zum zweiten Wahlgang antreten werde. Er habe sich sehr darüber gefreut, dass ihm so viele Kraichtaler ihr Vertrauen zugesprochen haben. „Darüber bin ich sehr dankbar“, so Lindner. Für den zweiten Wahlgang sehe er noch alle Möglichkeiten. Motiviert durch die „großartige Unterstützung in den letzten Wochen“ und das gute Wahlergebnis, wolle Lindner nun all seine Kräfte mobilisieren und „mit vollem Tatendrang alles für Kraichtal geben“. „Ich möchte gemeinsam mit der Bevölkerung einen Aufbruch in Kraichtal schaffen“, so der Bürgermeister-Kandidat. Er habe sich vorgenommen, in den kommenden zwei Wochen verstärkt in den persönlichen Dialog mit den Kraichtaler gehen, um ihnen den „nahbaren Jonas Lindner zu zeigen.“

An Grundprinzipien festhalten

Auch Lucien Kacsányi bekundete im Gespräch mit der Brettener Woche/kraichgau.news, dass er es erneut versuchen möchte. Den Wahlabend habe er mit Euphorie, aber auch großer Spannung verfolgt: „Es war faszinierend zu sehen, mit welcher Masse an Briefen die Wahlhelfer zu tun haben“, betont Kacsányi. Gleichzeitig sei es sehr beeindruckend gewesen mitzuerleben, wie schnell und gewissenhaft die Wahlhelfer die Stimmen ausgezählt hätten. Das Wahlergebnis habe ihn positiv überrascht. In den kommenden zwei Wochen werde er weiterhin an seinen Grundprinzipien festhalten und so „ehrlich wie möglich“ an die Bürger herantreten: „Nach 13 Jahren als Bürger von Kraichtal weiß ich, wo es hier klemmt.“ Auf diesen Erfahrungen beruhe sein Wahlprogramm, das Schwerpunkte wie die „engagierte Umsetzung der bisher vom Gemeinderat beschlossenen Baugebiete“ sowie den „Ausbau und Schaffung von Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder“ enthält.

Dem Wählerauftrag gerecht werden

Das gestrige Ergebnis der Bürgermeisterwahl begreift Tobias Borho als klaren Wählerauftrag, dem er gerecht werden wolle: „Ich freue mich, dass meine Ideen und meine Person einen derartigen Anklang in der Bevölkerung gefunden haben und ich bin dankbar für das große Vertrauen“, so Borho. Er hoffe, in zwei Wochen auf ein Ergebnis mit dem er sich in den kommenden acht Jahren als Kraichtaler Bürgermeister den Herausforderungen der Zukunft stellen könne. Ein großes Dankeschön richtet Borho an die Wahlhelfer für ihr Engagement und auch an die Wähler, die eine so hohe Wahlbeteiligung an den Tag gelegt hätten. Die Befürchtung, dass die Wahlbeteiligung bedingt durch die Corona-Pandemie niedrig ausfällt, sei glücklicherweise nicht eingetreten. Borho hofft, dass die Wahlquote in zwei Wochen erneut so hoch ausfallen werde.

Mit Stand 16. März werden voraussichtlich Tobias Borho, Jonas Lindner und Lucien Kacsányi im zweiten Wahlgang nochmals antreten. Endgültig wird dies am Abend des 17. März durch den Gemeindewahlausschuss festgestellt. Susanne Lindacker wird laut eigenen Angaben nicht mehr antreten.

Autor:

Beatrix Drescher aus Bretten

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