Harsche Kritik an Wählerinitiative "Aufbruch Bretten"
Der "skandalöse Aufbruch gegen Bretten" oder "Moralapostel" auf Abwegen?

Martin Knecht (CDU) hat den "Aufbruch Bretten" scharf kritisiert.
  • Martin Knecht (CDU) hat den "Aufbruch Bretten" scharf kritisiert.
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Bretten (kn) Außerhalb der Tagesordnung kam es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Bretten zu einem scharfen Angriff von CDU-Stadtrat Martin Knecht auf die in diesem Jahr neu gegründete Wählerinitiative "Aufbruch Bretten" sowie deren Mitglied, Linken-Stadtrat Hermann Fülberth. Die neue Gruppe, die aus parteilosen Bürgerinnen und Bürgern sowie Mitgliedern der Partei Die Linke besteht, will am 26. Mai bei der Gemeinderatswahl in der Melanchthonstadt antreten.

"Distanzieren uns auf das Schärfste"

Den Wahlkampf der Gruppe hat Knecht nun heftig angegriffen. "Diese Gruppierung führt im Rahmen des Kommunalwahlkampfs einen Aufbruch gegen unsere Stadt", betonte der CDU-Mann. An einem Infostand auf dem Marktplatz hätte die Gruppe sich zum Beispiel mit einem Preisrätsel präsentiert, bei dem man das "Brettener Unwort des Jahres" wählen konnte. "Die Bevölkerung kann unter anderem zwischen den Begriffen 'Kleinstadtperle' und 'Digitaler Leuchtturm‘ als Unwort wählen", empörte sich Knecht. Um dann zu schlussfolgern: "Das ist Wahlkampf unterster Schublade." Die CDU-Fraktion distanziere sich "auf das Schärfste von diesem skandalösen Aufbruch".

Stadtführer organisiert Aufbruch gegen die Stadt?

Für Knecht folgt aus dem Beschriebenen die Frage an den Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff sowie an Linken-Stadtrat Fülberth: "Kann es sein, dass ein von der Stadtverwaltung eingestellter Stadtführer (Fülberth; Anm. d. Red.), der den 'Aufbruch' gegen unsere Stadt organisiert, weiterhin Stadtführer der Kleinstadtperle Bretten sein kann?"

Knecht als "oberster Moralapostel"

Während Wolff auf die harsche Kritik achselzuckend entgegnete, Personalangelegenheiten würden nicht öffentlich diskutiert, fiel die Erwiderung von Fülberth erwartungsgemäß deutlicher aus. "Das war einfach eine dumme Wahlrede. Ich bin gerne bereit, mit Herrn Knecht als oberstem Moralapostel zu diskutieren, aber nicht in diesem Gremium", so Fülberth und schloss mit dem Fazit: "Das war schon sehr schwach".

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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