Junge Liberale und FDP begrüßen Gleichstellung homosexueller Paare bei der Ehe

JuLi-Kreisvorsitzender Maximilian Scheu (r.) und FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) begrüßen die Entscheidung des Bundestags für die „Ehe für alle“. (Foto: HZ)
  • JuLi-Kreisvorsitzender Maximilian Scheu (r.) und FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) begrüßen die Entscheidung des Bundestags für die „Ehe für alle“. (Foto: HZ)
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JuLi-Kreisvorsitzender Maximilian Scheu und FDP-Bundestagskandidat Christian Jung halten Textbaustein-Argumentation von regionalen CDU-Bundestagsabgeordneten gegen die „Ehe für alle“ für „konstruiert-fragwürdig“ (TJ - aktuelle Pressemitteilung vom 30. Juni 2017)

Bretten/Ettlingen. Als „historische Abstimmung für eine moderne Gesellschaft in Deutschland“ haben der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen Maximilian Scheu und FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) die Gleichstellung homosexueller Paare bei der Ehe bezeichnet. Deutschland sei damit „freier, moderner und toleranter geworden.“ Als irritierend empfindet Maximilian Scheu das Abstimmungsverhalten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die offenbar aus strategischen Gründen, um den konservativen Flügel der Unions-Abgeordneten ruhig zu halten und diese nicht weiter öffentlich vor der Bundestagswahl gegen sich aufzubringen, mit „Nein“ gestimmt habe. Auch vom negativen Abstimmungsverhalten der regionalen Bundestagsabgeordneten sind die Jungen Liberalen mehr als enttäuscht.

„Bei aller Freude über das Endergebnis, nämlich das klare ‚Ja‘ zur Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, bleibt ein fader Beigeschmack. Es ist sehr bedauerlich, dass scheinbar weder der CSD in Karlsruhe, noch die Kundgebung für Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit, welche Anfang Juni 2017 unter Beteiligung der Jungen Liberalen Karlsruhe-Land e.V. in Durlach stattfand, einen bleibenden Eindruck bei den regionalen CDU-Bundestagskandidaten Axel E. Fischer, Olav Gutting und Ingo Wellenreuther hinterließ und diese zum Umdenken bewegte. Dass man ehebrechenden CSU-Politikern das Privileg der Ehe gewährt, gleichgeschlechtlich Liebenden aber nicht, ist mit dem Gewissen dieser Herren vereinbar. Das akzeptieren wir natürlich, verstehen können wir es aber nicht“, so der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen.

Des Weiteren sei die Argumentation der regionalen CDU-Bundestagsabgeordneten gegen die „Ehe für alle“ nach dem Motto „Es gibt verfassungsrechtliche Bedenken“ wie von Bundestagsabgeordneten Olav Gutting (Bruchsal-Schwetzingen) am 30. Juni 2017 in der Bruchsaler Rundschau (BNN) formuliert, zutiefst fragwürdig und konstruiert. „Die von zahlreichen CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten verwendeten und identischen Textbausteine gegen die Ehe homosexueller Paare fallen bei näherer Betrachtung in sich zusammen. Man will eher bisherige AfD-Wähler zurückgewinnen. Wer das Grundgesetz wirklich ernst nimmt, hätte in den vergangenen Wochen auch gegen die Vorratsdatenspeicherung und den Staatstrojaner und heute gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) stimmen müssen“, sagte Christian Jung.

Autor:

Freie Demokraten FDP / Region Bretten aus Bretten

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