"Mehr Potential im Neubau": Ruiter Eltern für Neubau des Kindergartens

Das Außengelände des Ruiter Kindergartens würde bei einer Sanierung noch kleiner werden.
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Ruiter Eltern sprechen sich für Neubau des Kindergartens Krabbennests aus.

Bretten-Ruit (ger) „Wir haben die Nase voll!“ So lautet grob gesagt die Botschaft des Pressegesprächs, zu dem Elternbeirat, eine Elterninitiative und die Leitung des Ruiter Kindergartens geladen hatten. Der Kindergarten Krabbennest soll laut Beschluss des Gemeinderats vom November 2016 saniert werden. Den Beteiligten wäre es allerdings lieber, an einem anderen Standort neu zu bauen. Mit mulmigen Gefühlen sehen Eltern und Erzieherinnen auf die Gemeinderatssitzung kommenden Dienstag, an dem beide Varianten noch einmal abgewogen werden sollen.

„Vielleicht gehen unsere Enkel mal in den neuen Kindergarten“

Schon seit mindestens 15 Jahren gibt es Bestrebungen, die bauliche Situation des evangelischen Kindergartens zu verbessern. Passiert ist bisher – nichts. „Vielleicht gehen unsere Enkel mal in den neuen Kindergarten“, merkt eine Mutter sarkastisch an. 15 Mütter und ein Vater sind gekommen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Sie fürchten, dass die Stadt eine Sanierung befürwortet. Die wird mit 800.000 Euro weniger veranschlagt, als ein Neubau neben der Schule ausmachen würde. „Dabei ist aber noch lange nicht alles, wenn man berücksichtigt, was bei einer Sanierung noch dazukäme“, ist Sandra Gamer, die Leiterin der Einrichtung, überzeugt. Als Beispiele führt sie den schwierigen Untergrund – direkt neben den Gebäuden geht es steil die Böschung hinunter – und die komplette Dachsanierung an. Schwierig gestalte sich auch die Zwischenlösung. Da ein Umbau bei laufendem Betrieb nicht möglich ist, müssten die Kinder vorübergehend in Containern untergebracht werden. Das Szenario schreckt jetzt schon Eltern ab und wird wohl auch vom Träger, der evangelischen Gemeinde, wegen der Kosten nicht bevorzugt.

Das Gebäude stammt aus den 60er-Jahren 

Die derzeitige Situation ist alles andere als optimal für einen Kindergarten. Das Gebäude stammt aus den 60er-Jahren und ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Die Krippe ist in einem extra Gebäude über dem Hof untergebracht, was bei dem offenen Konzept der Einrichtung recht unpraktisch ist. Tatsächlich sieht die Sanierung auch einen Abbruch des bestehenden Gebäudes und einen Neubau im Anschluss an das Kindergartengebäude vor. Dadurch würde das recht kleine und größtenteils gepflasterte Außengelände noch kleiner werden. Insgesamt sind die Räumlichkeiten recht beengt. Zum Turnen und Essen gehen die Kinder in den Gemeindesaal nebenan. Bauchschmerzen bereitet den Eltern auch die Verkehrssituation an der viel befahrenen Straße.

In einem Neubau sehen Eltern und Erzieherinnen viel mehr Potential

In einem Neubau neben der Schule sehen Eltern und Erzieherinnen viel mehr Potential. Synergieeffekte mit der Schule wie die gemeinsame Nutzung der Turnhalle oder Kooperationen, mehr Platz und kürzere Wege ins Grüne sowie die verkehrsberuhigte Lage am Ortsrand werden als Hauptargumente formuliert. Schon vor geraumer Zeit haben sich die Mitglieder des Stadtrats die Situation angeschaut und Zustimmung für einen Neubau signalisiert. „Es geht hier um die Zukunft unserer Kinder und insgesamt um die zukünftige Infrastruktur von Ruit“, betonen die Eltern.

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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