Polizei kontrolliert illegale Spermüllsammler

Die Stadt Kraichtal und die Polizei sind gegen illegale Sperrmüllsammler vorgegangen.
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In Kraichtal hat die Polizei eine großangelegte Kontrolle von osteuropäischen Sperrmüllsammlern abgehalten. Gesucht wurde nach illegal angeeignetem wertstoffhaltigem Müll.

Kraichtal (sn/swiz) Wenn in einem Stadtteil Sperrmüll angemeldet ist und sich vor den Häusern die Berge mit Elektroschrott, alten Möbeln und Holzabfällen stapeln, dann bietet sich nach einer gewissen Zeit überall das gleiche Bild: Große osteuropäische Transporter durchqueren die Straßenzüge, und ihre Fahrer suchen mit Helfern nach verwertbaren Elektrogeräten oder geldbringenden Metallen. Seit dem Erlass des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in 2012 ist diese Aneignung von wertstoffhaltigem Müll durch illegale Sammler jedoch verboten. Aus diesem Grund hat die Polizei am Montag, 31. Mai, eine groß angelegte Sonderkontrolle von osteuropäischen Sperrmüllsammlern in den sechs Stadtteilen von Kraichtal durchgeführt.

Osteuropäische Sprinter kontrolliert

Die Einsatzleitung hatte der Polizeipostenleiter in Kraichtal, Clemens Messing. Neben den Polizeikräften waren auch ein Dolmetscher und zwei Vertreter des Landratsamts, Bereich Abfallwirtschaftswesen, im Einsatz. Die Kontrolle der osteuropäischen Sprinter erfolgte an den jeweiligen Aufladeorten. Dabei wurden die Fahrzeuge von zivilen Einsatzfahrzeugen zum örtlichen Bau- und Betriebshof geleitet, wo das Abfallwirtschaftsamt bereits drei Großcontainer bereitgestellt hatte.

8.000 Euro Strafe und drei gefüllte Container

Nach der Entladung der illegal angeeigneten Abfälle der fast durchweg ungarischen Sperrmüllsammler, die Metalle, Kleingeräte und Elektrogroßgeräte in ihren Transportern hatten, wurden von der Polizei die Bußgelder und Sicherheitsleistungen ausgesprochen. Am Ende des Einsatzes waren die drei Großcontainer laut der Stadtverwaltung gut gefüllt. Zudem wurden Bußgelder in Höhe von 5000 Euro sowie Sicherheitsleistungen in Höhe von 3000 Euro erhoben.

Illegale Sammler suchen auch auf Kosten der Privathaushalte

Der wertstoffhaltige Müll wird nun der öffentlichen Verwertung zugeführt. Bürgermeister Ulrich Hintermayer, der ebenfalls vor Ort war, zeigte sich erfreut über den Erfolg gegen die illegalen Sperrmüllgruppen, die laut Polizei sehr organisiert vorgehen. Dadurch entsteht vor allem auch den Kommunen wirtschaftlicher Schaden, denn der Verkaufserlös aus Spermüll-Altmetall steht laut Gesetz ihnen zu. Letztlich könne sich das dann auch auf die Höhe der Müllgebühren für den einzelnen Privathaushalt negativ auswirken.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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