Lesertelefon mit Präventions- und Motivationsexperten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Rettungsassistentin und Rettungssanitäter eines Rettungsteams bei der Versorgung eines Schlaganfall-Patienten.
  • Rettungsassistentin und Rettungssanitäter eines Rettungsteams bei der Versorgung eines Schlaganfall-Patienten.
  • Foto: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Prävention braucht Motivation: Gesünder leben – wie schaffe ich das? Lesertelefon mit Präventions- und Motivationsexperten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und der „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln!“. Mittwoch, 10. Mai, von 15 bis 18 Uhr, kostenfreie Rufnummer: 0800 / 5 33 22 11 + Durchwahl.

(pr-nrw) Die meisten Menschen wissen, was zu einem gesunden Lebensstil gehört, der das Risiko für einen Schlaganfall senkt: Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Rauchen und Alkohol. Und doch scheitern viele daran, dieses Wissen in die Tat umzusetzen – trotz guter Vorsätze. Das gilt für Gesunde, besonders aber für Menschen, die bereits an einer Erkrankung leiden, die das Schlaganfall-Risiko erhöht. Für sie können die Umstellung des Lebensstils und die Einhaltung der ärztlich empfohlenen Therapie lebensrettend sein. Und dennoch halten bei vielen Betroffenen die alten Gewohnheiten schnell wieder Einzug, begleitet vom schlechten Gewissen, den „inneren Schweinehund“ nicht besiegt zu haben. Doch wovon hängt Motivation ab? Wie schaffe ich die Wende? Und wie kann ich Therapieempfehlungen auf Dauer einhalten? Darum geht es beim Lesertelefon am Tag gegen den Schlaganfall 2017.

Sieben von zehn Schlaganfällen sind vermeidbar

Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. 70 Prozent davon, also fast 190.000 Fälle, gelten als vermeidbar. Die Präventionsmedizin unterscheidet dabei mehrere Arten der Vorbeugung: Einen gesunden Lebensstil, der das Entstehen einer Krankheit verhindert oder das allgemeine Risiko dafür senkt, bezeichnet sie als Primärprävention. Sie umfasst vor allem Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung oder Stress und richtet sich an jeden gesunden Menschen. Bei der Sekundärprävention geht es um Patienten, die bereits eine Vorerkrankung haben. Wer beispielsweise unter Vorhofflimmern leidet, senkt durch die regelmäßige Medikamenteneinnahme und ärztliche Untersuchungen die Gefahr eines Schlaganfalls signifikant. Gleiches gilt für die Behandlung anderer Hochrisikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes. Doch trotz des ihnen bekannten hohen Risikos schaffen es viele Betroffene nicht, ihren Lebensstil zu ändern oder empfohlene Therapien einzuhalten. Wie schlecht es um die Therapietreue bestellt ist, zeigen Zahlen der WHO: Schon nach kurzer Zeit folgen nur noch knapp die Hälfte der chronisch kranken Patienten den Empfehlungen des behandelnden Arztes.

Aufklärung allein reicht nicht aus

Vor den Risiken einer ungesunden Lebensführung zu warnen, genügt offenbar nicht, um Menschen tatsächlich zu einer Umstellung zu motivieren – das belegt die hohe Zahl an vermeidbaren Schlaganfällen. Experten wie Dr. Michael Brinkmeier, Vorstand der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, fordern deshalb ein Umdenken in der Gesundheitsversorgung: „Wir brauchen mehr Programme, die Patienten begleiten und motivieren, denn allein sind viele überfordert.“ Einen Lösungsansatz sehen Präventionsexperten in einer persönlichen Kommunikation mit den Betroffenen, die nicht nur auf die Risiken abzielt, sondern auf das Potenzial des Einzelnen, individuelle Widerstände zu überwinden. Dabei kann neben dem Gespräch mit dem Arzt auch die Unterstützung durch Online-Angebote hilfreich sein. Wer zum Beispiel weiß, zu welchem Motivationstyp er gehört, kann seine Ziele besser stecken, Therapien konsequenter einhalten und sich maßgeschneidert durch die Umstellungsphase begleiten lassen. Und er kann konstruktiv mit Rückschlägen umgehen, die fast immer Teil einer solchen Umstellung sind. Als wertvolle Unterstützung erweist sich zudem der Kontakt zu anderen Betroffenen. Denn das gemeinsame Vorhaben bringt ein höheres Maß an Verbindlichkeit mit sich, wenn es ums Durchhalten und die Therapietreue geht.

Motivationsschub durch Expertenrat

Wie senke ich mein individuelles Schlaganfall-Risiko? Wie halte ich Therapieempfehlungen besser ein? Welcher Motivationstyp bin ich? Wie schaffe ich es, endlich mit dem Rauchen aufzuhören? Wie gelingt mir ein Leben mit mehr Bewegung und gesünderer Ernährung? Was kann ich nach einem ersten Schlaganfall tun, um einen weiteren zu verhindern? Wo bekomme ich individuelle Beratung und Unterstützung? Wie motiviere ich mich zum Eigentraining in der Rehabilitation?

Wie aus guten Vorsätzen auf Dauer ein gesünderes Leben mit niedrigerem Schlaganfall-Risiko werden kann, dazu informieren Präventions-, Rehabilitations- und Motivationsexperten am Lesertelefon. Die Experten sind direkt unter den folgenden Durchwahlen erreichbar:

• Vorbeugung, Bewegung, Sport, Lebensstil-Umstellung:
Rufnummer 0800 / 5 33 22 11-1
Dr. Bettina Begerow; Sport- und Rehabilitationswissenschaftlerin, Präventionsexpertin bei der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

• Behandlung von Risikofaktoren (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes):
Rufnummer 0800 / 5 33 22 11-2
Dr. med. Erwin Häringer; Facharzt für Allgemeinmedizin, Experte der „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln!“

• Therapietreue, Behandlung von Risikofaktoren, Rehabilitation:
Rufnummer 0800 / 5 33 22 11-3
Dr. med. Rüdiger Buschfort; Facharzt für Neurologie, Chefarzt der Aatalklinik Bad Wünnenberg und Regionalbeauftragter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe

• Ernährung, Übergewicht, Lebensstil-Umstellung:
Rufnummer 0800 / 5 33 22 11-4
Susanne Ridder; Dipl.-Ökotrophologin, Leitung Ernährungsberatung an der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr, Essen

• Motivation, Therapietreue, Lebensstil-Umstellung:
Rufnummer 0800 / 5 33 22 11-5
Vathsalan Sri; Dipl.-Psychologe, Bezugs- und Gruppentherapeut, Bernhard-Salzmann-Klinik Gütersloh

Machen Sie den ersten Schritt! Rufen Sie an! Am Mittwoch, 10. Mai, von 15 bis 18 Uhr. Der Anruf ist gebührenfrei.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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