Sonderausstellung „Stadtgeschichten schreiben!“
Brettener Hundle trifft tierische Freunde im Stadtmuseum

Eine sonderbare Verbindung besteht zwischen dem Brettener Hundle, einem Kaiman, einem Porzellanhasen und weiteren tierisch spannenden Objekten aus dem Depot des Brettener Stadtmuseums.
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  • Eine sonderbare Verbindung besteht zwischen dem Brettener Hundle, einem Kaiman, einem Porzellanhasen und weiteren tierisch spannenden Objekten aus dem Depot des Brettener Stadtmuseums.
  • Foto: Sommer/Stadt Bretten
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Bretten (kn) Eine sonderbare Verbindung besteht zwischen dem Brettener Hundle, einem Kaiman, einem Porzellanhasen und weiteren tierisch spannenden Objekten aus dem Depot des Brettener Stadtmuseums: Um zahlreiche Objekte ranken sich Geschichten und Anekdoten. Andere Stücke kamen bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert in die große Privatsammlung des Brettener Stadtrats und Geschichtsfans Georg Wörners und wir kennen heute nicht mehr den Grund ihrer Aufnahme in die Sammlung.

Sonderausstellung „Stadtgeschichten schreiben!“

Georg Wörner begründete die Sammlung des Brettener Museums, zahlreiche Inventarnummern in heute altertümlich wirkender Schriftform auf Objekten zeugen von einer kuriosen Sammelleidenschaft für Gegenstände jeder Art. Neben Keramiktöpfen, Urnen und Teilen römischer Steintische verfügt die Sammlung über einen ausgestopften Kaiman, dessen Ursprung leider bis heute nicht geklärt werden konnte oder auch wie dieser seinen Weg in die Brettener Sammlung gefunden hat. Dieses und viele Objekte mehr befinden sich in der seit dem 6. April geöffneten Sonderausstellung „Stadtgeschichten schreiben!“ im Museum im Schweizer Hof.

Die eigene Spur im Museum hinterlassen

„Immer wieder suchen auswärtige Touristen oder Brettener Museumsbesucher vergeblich eine Dauerausstellung zur Stadtgeschichte. Diese Lücke soll in den kommenden Jahren geschlossen werden. Der Charakter des Museums als reine Bildungsanstalt oder gar als unidirektional lehrender Elfenbeinturm soll hier bewusst überwunden werden", betont der Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff. Stattdessen könnten Besucher des Museums Teil der künftigen Ausstellung werden: Zahlreiche Mitmach-Stationen fordern Groß und Klein auf, die eigene Geschichte von Bretten zu erzählen, Themenbereiche für eine künftige Ausstellung auszuwählen und die eigene Spur im Museum und somit in Brettens historischem Gedächtnis zu hinterlassen.

Viele Möglichkeiten zum Mitmachen

Es gibt nicht die eine Geschichte von Bretten, sondern viele verschiedene Stimmen, die gehört und festgehalten werden wollen. Dies ermöglichen eine bereitgestellte Schreibmaschine aus dem Jahr 1959, ein Kassettenrekorder im Retro-Look mit Mikrofon, eine analoge Polaroidkamera in einer Verkleidungsecke, Wände, die bemalt werden wollen, ein Fragebogen, eine Puzzlestation mit Brettener Karten und Motiven sowie eine Mitmach-Ecke mit dem Titel „Spannend oder langweilig? Du entscheidest!“. Ein Wühl-Koffer mit Karten auf denen unterschiedlichste Museumsstücke gezeigt sind und deren Geschichte erzählt wird, ermöglichen diese an einer alten Wäscheleine anzuheften – je nachdem, ob es sich um ein für die Besucher spannendes oder langweiliges Objekt handelt, darf selbst über die Einordnung entschieden werden. Die Ergebnisse werden am Ende eines jeden Ausstellungstages dokumentiert und für die Konzeption der künftigen Dauerausstellung verwendet.

Information:
Die Öffnungszeiten des Stadtmuseums sind bis 31. August 2022: samstags, sonntags und feiertags von elf bis 17 Uhr; Mittwoch 15 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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