„Der Brexit ist der größte Fehler Großbritanniens”: Interview mit Larry Walder von der Sprachschule „English in action“

Larry Walder von der Sprachschule „English in action“.
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Larry Walder, Director of Studies, hat mit zwölf Lehrern der Sprachschule „English in action“ eine Englischwoche an der Max-Planck-Realschule durchgeführt. Im Interview spricht er über den Brexit, Deutschland und Bretten.

Herr Walder, Sie arbeiten für die Sprachschule „English in action“ in Canterbury. Was sind die Ziele dieser Bildungseinrichtung?
Wir möchten eine Alternative zu den Kursen der Sprachschulen in Großbritannien anbieten. Bei uns reisen die Schüler nicht nach Großbritannien, um Englischunterricht zu erhalten. Wir schicken gut ausgbildete Muttersprachler, die die nötigen Zertifikate besitzen, um Englisch als Fremdsprache zu unterrichten, nach Deutschland oder in andere nicht englischsprachige Länder auf der ganzen Welt. Dort geben die Lehrer an den Schulen, die sie anfordern, Kompaktkurse in der englischen Sprache.

Was für Menschen unterrichten für „English in action“?
Wir haben Lehrer verschiedensten Alters aus ganz Großbritannien im Team, die gerne reisen und sehr weltoffen sind.

Wie lange schon arbeiten Sie für English in Action?
Ich bin seit 11 Jahren bei dem Unternehmen. Davor arbeitete ich in Wien in verschiedenen Sprachschulen und im Auftrag der UN unterrichtete ich Flüchtlinge.

Das klingt ja so, als ob Sie schon viel von der Welt gesehen haben?
Ja, ich habe schon in China, Russland, Spanien, Italien, Griechenland, Bulgarien, Serbien, der Schweiz und natürlich Deutschland unterrichtet.

Ich habe gehört, Sie waren auch schon in Sibirien?
Das stimmt. Es war ein großes Abenteuer. Es ist zwar sehr schwierig dort hinzukommen und die Reise kann auch sehr beschwerlich sein. Jedoch war es eine sehr positive Erfahrung und ich war deswegen schon einige Male dort. Es ist zwar sehr kalt, aber die Menschen dort sind sehr offen und warmherzig.

Was denken Sie über Deutschland?
Ich mag Deutschland sehr. Als ich sechzehn war, besuchte ich das erste Mal das geteilte Berlin auf einem Klassenausflug. Ich habe viele schöne Erinnerungen an diese Reise. Tatsächlich war ich auf diesem Ausflug das erste Mal verliebt. Als 1989 die Berliner Mauer fiel, war das ein großer historischer Moment für mich. Seit dieser Zeit fühle ich mich mit Deutschland sehr stark verbunden und habe das Gefühl, dass ich damals die Geburtsstunde eines vereinten und modernen Europas miterleben durfte.

Wie gefällt es Ihnen in Baden-Württemberg und Bretten?
Baden-Württemberg ist eine wunderschöne Region. Bretten ist eine hübsche Kleinstadt mit interessanter Architektur und Geschichte. Auch das Klima ist sehr angenehm. Immer wenn wir in Bretten sind, scheint die Sonne. Aber das wichtigste ist, dass wir jedes Mal auf das Herzlichste in der Schule und der Stadt empfangen werden.

Was ist Ihre Meinung zum „Brexit“?
Ich denke, der „Brexit“ ist der größte Fehler, den Großbritannien jemals gemacht hat. Ich selbst stimmte für den Verbleib in der EU, da ich denke, dass der Austritt eine Katastrophe für Großbritannien und womöglich auch für den Rest Europas sein wird. Ich habe immer noch ein wenig Hoffnung, dass der „Brexit“ nicht stattfinden wird. Die Menschen in Großbritannien sind sehr gespalten, was den Austritt betrifft. Die Meinungen sind auf beiden Seiten festgefahren, was es oftmals nicht einfach macht. Ich bin einer der Europäer, der denkt, dass wir besser und stärker in einem vereinten Europa sind, in dem wir eng zusammenarbeiten.

Beenden Sie bitte folgende Satzanfänge:
Bretten ist eine freundliche Stadt in Süddeutschland, voller Charme.

Angela Merkel ist meiner Ansicht nach die klügste und intelligenteste Politikerin, die wir im Moment auf der Weltbühne haben. Obwohl ich politisch eigentlich nicht konservativ bin, muss ich dies zugestehen.

Schüler sind das höchste Gut, das eine Gesellschaft hat.

Die Max-Planck-Realschule ist ein Ort, wo wir immer wieder gerne arbeiten.

Game of Thrones ist eine Fernsehserie, die absolut süchtig macht und eine spannende und nicht vorhersehbare Story bietet. Daenerys sollte gewinnen, aber am Ende sollte Tyrion Lannister auf dem Eisernen Thron sitzen.

Die Fragen stellten, Silke Maier und Julian Port, Lehrer an der Max-Planck-Realschule.

Larry Walder von der Sprachschule „English in action“.
Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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