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Versammlung der Vereinigung Alt Brettheim
Viele Neuerungen rund um Peter-und-Paul 2022

Viel zu besprechen gab es auf der Mitgliederversammlung der Vereinigung Alt Brettheim.
  • Viel zu besprechen gab es auf der Mitgliederversammlung der Vereinigung Alt Brettheim.
  • hochgeladen von Christian Schweizer
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Bretten (swiz) Dass die Arbeit als Vorsitzender der Vereinigung Alt Brettheim (VAB) und Stadtvogt kein Spaziergang ist, dürfte Thomas Lindemann schon bei seinem Amtsantritt Ende Juni 2021 klar gewesen sein. Unter komplett veränderten Rahmenbedingungen - Pandemie, Wegfall des Sporgassen-Parkplatzes, veränderte Anforderungen an die Infrastruktur - ein Peter-und-Paul-Fest zu organisieren, hat den Umfang der Arbeit für Lindemann und seine Vorstandskollegen aber noch einmal vergrößert. "Mehr als meine Familie habe ich in den zurückliegenden Monaten in der Tat die hier Anwesenden gesehen", betonte Lindemann denn auch zu Beginn der Mitgliederversammlung der VAB, die am Donnerstag, 5. Mai, in der Vogtey stattfand. Auch sein Hund habe unter der ehrenamtlichen Arbeit leiden müssen, ergänzte Lindemann: "Er schaut mich inzwischen nur noch komisch an, wenn ich 'Gassi' zu ihm sage".

Neues Ticketsystem ersetzt Bändel

Ebenfalls anwesend waren neben rund 90 Mitgliedern auch Oberbürgermeister Martin Wolff mit Gattin Elke. Wolff betonte in seinem Grußwort, er freue sich, dass es nun endlich wieder mit einem normalen Peter-und-Paul-Fest losgehe und hoffe auf "unbeschwerten Spaß". Auf ein normales Fest hofft auch die VAB, auch wenn die Rahmenbedingungen sich in den Jahren stark verändert haben. Dies beginnt schon bei den Eintrittskarten fürs Fest. Diese werden zum ersten Mal nicht in Bändel-Form, sondern in Ticket-Form, online und als Hardcover, ausgegeben. Dabei arbeitet die VAB mit dem Ticketservice "ticket.io" aus Köln zusammen, der neben den Tickets auch die Hardware wie Scanner für die Ticketkontrollen am Eingang stellt. "Unser Ziel ist es, möglichst viele Tickets im Online-Vorverkauf zu verkaufen", betonte Schatzmeister Jürgen Bischoff. Dazu werde es aber auch einen Vorverkauf in der Tourist-Info und einen Verkauf an drei Tageskassen am Fest selbst geben. Durch das Kartensystem könne man unter anderem genau die maximalen Besucherzahlen am Tag festlegen, so Bischoff und habe ein genaues Monitoring der Anzahl der Menschen auf dem Fest.

Neue Preise und Ticketformen

Ändern werden sich auch die Ticketpreise. Unterteilt werden diese in Tagestickets, Festtickets (gültig für alle Tage) und Familientickets. Die Tagestickets für Freitag, Samstag und Sonntag kosten jeweils zehn Euro, ermäßigt jeweils acht Euro. Der Eintritt für Montag beträgt sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Am Montag ist das Ticket dann für den Abend gedacht, an dem auf dem Fest noch Veranstaltungen stattfinden. Neben den Tagestickets gibt es noch Festtickets für alle Tage. Diese kosten 18 Euro, ermäßigt 14 Euro. Abschließend besteht noch die Möglichkeit, ein Familienticket zu kaufen. Dieses schlägt für das Fest am Freitag, Samstag und Sonntag mit jeweils 24 Euro zu Buche, am Montag mit 15 Euro. Für alle Tage kostet das Familienticket 48 Euro. Der Eintritt zur Schlacht kostet gesondert drei Euro zusätzlich. Beginn des Karten-Vorverkaufs ist laut VAB der 20. oder 21. Mai. Natürlich ist der Eintritt für Mitglieder der Vereinigung Alt-Brettheim und der teilnehmenden Gruppen auch künftig frei.

Historische Szenen auf dem Kirchplatz

Schon allein durch den Wegfall des Sporgassen-Parkplatzes wird sich auch das Aussehen des Fests verändern. Einen Rummel mit Fahrgeschäften und Bierzelt wird es in diesem Jahr nicht geben, dafür ein Straßenfest in der Alten Wilhelmstraße, der Pforzheimer Straße ab Windstegweg und am Anfang der während des gesamten Festes erstmals gesperrten Georg-Wörner-Straße. Dieses soll einem Teil der Verkaufsbuden des bisherigen „Rummels“ ein neues Zuhause bieten. Dazu soll zumindest ein Kinderkarussell und weitere Attraktionen im Bereich Ecke Georg-Wörner-Straße und Pforzheimer Straße "den Übergang vom Heute ins Mittelalter signalisieren". Historische Szenen, wie man sie vom Marktplatz kennt, sind dagegen auf dem Kirchplatz geplant, wo künftig auch die „5 Schneeballen“ ihr Lager aufschlagen werden. Auf beiden Plätzen wird es keine Tribünen mehr geben, sondern einladende Holzgarnituren. Die große Bühne auf dem Marktplatz wird auf die Seite der Pforzheimer Straße verschoben. Der Mittelaltertanz wird auch weiterhin auf dem Kirchplatz stattfinden. Um sichere Fluchtwege gewährleisten zu können, muss das Schäferlager auf dem Alfred-Leicht-Platz vor dem Rathaus für einen Durchgang etwas verkleinert werden. Neues gibt es auch beim "Großen Zapfenstreich", der wieder in der "Simmelturm-Arena" stattfinden wird, diesmal aber zusätzlich von Fackelträgern ausgeleuchtet werden soll.

Licht und Schatten bei Finanzen

Bei den Finanzen konnte Schatzmeister Jürgen Bischoff ebenfalls einen Lichtblick vermelden und nahm seinem folgenden Bericht das Fazit schon vorweg: „Uns geht es gut“. So habe man das Defizit durch nicht existente Einnahmen in 2021 durch zwei Corona-Hilfen kompensieren können und stehe abzüglich der Abschreibungen bei einem positiven Ergebnis. Außerdem habe man sich für eine Förderung für die Umstellung der IT-Infrastruktur in der Vogtey bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) beworben, so Bischoff. Hier rechne man nach laufenden Gesprächen mit einem positiven Bescheid. Zu schaffen machen dem Schatzmeister indes die drastisch gestiegenen Kosten für Infrastruktur, Sicherheit und Versicherungen auf dem Peter-und-Paul-Fest. So werden beim Fest unter anderem zwischen 60 und 80 Mitarbeiter eines Sicherheitsdiensts für einen reibungslosen und ruhigen Ablauf sorgen. Abzüglich aller Kosten gehe man daher in 2022 von einem eher kleinen Gewinnziel von fünf Prozent durch das Heimatfest aus, so Bischoff.

Zwei Anträge von Mitgliedern abgelehnt

Nachdem Holger Müller in der Folge als Kassenprüfer einstimmig wiedergewählt und die Vorstandschaft ebenso einmütig entlastet wurde, standen noch zwei Anträge von Matthias Goll auf der Tagesordnung. Er hatte zum einen beantragt, den Wortlaut für die Aufgaben- und Zuständigkeitsverteilung des Vorsitzenden der VAB von einer rein männlichen Ansprache in eine geschlechterneutrale Formulierung zu ändern und "somit deutlich zu machen, dass das Amt des ersten Vorsitzes von jeder natürlichen Person bekleidet werden kann". Zum anderen hatte Goll gefordert, die Mitglieder der VAB sollten den Vorstand mit der Durchführung einer Umfrage beauftragen, die Fragen der städtebaulichen Entwicklung der Brettener Altstadt im Spiegel des immateriellen Kulturerbes "Peter-und-Paul-Fest" behandelt. Die Umfrage solle darüber hinaus namentlich unter allen Mitgliedern der einzelnen Peter-und-Paul-Vereine und allen VAB-Mitgliedern durchgeführt werden. Beide Anträge wurden nach reger Diskussion mehrheitlich abgelehnt.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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