Aus dem Leben einer Abgordneten: Grüne Andrea Schwarz begrüßte Frauengruppe aus ihrem Wahlkreis im Stuttgarter Landtag

Die Besuchergruppe von Andrea Schwarz MdL vor dem Stuttgarter Landtagsgebäude. Teilnehmer*innen waren vor allem die Sulzfelder Landrauen sowie Mitglieder des Zonta Clubs Bruchsal.
  • Die Besuchergruppe von Andrea Schwarz MdL vor dem Stuttgarter Landtagsgebäude. Teilnehmer*innen waren vor allem die Sulzfelder Landrauen sowie Mitglieder des Zonta Clubs Bruchsal.
  • Foto: Paffrath
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Zur ersten Besucherfahrt in diesem Jahr hat die grüne Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz Frauen aus ihrem Brettener Wahlkreis in den Stuttgarter Landtag eingeladen. Das Interesse war riesengroß.

KRAICHGAU/STUTTGART (pm) Zur ersten Besucherfahrt in diesem Jahr hat die grüne Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz Frauen aus ihrem Brettener Wahlkreis in den Stuttgarter Landtag eingeladen. Das Interesse war riesengroß. So konnte man etwa nur die Hälfte der angemeldeten Frauen mitnehmen. Diese freuten sich umso mehr, dass sie dabei sein konnten.
Frühmorgens startete der Bus in Sulzfeld, wo die Landfrauen kräftig die Werbetrommel gerührt hatten und zahlreich vertreten waren, ein paar auch gemeinsam mit ihren Ehemännern. In Bruchsal stiegen Mitglieder vom Zonta-Club Bruchsal dazu. Begleitet wurde die muntere Schar von den beiden Wahlkreismitarbeiterinnen der grünen Landtagsabgeordneten, die bereits im Bus erste Informationen über den Tagesablauf kundtaten.

Debatte über Antisemitismus live verfolgt

In Stuttgart angekommen, gab es zuerst eine allgemeine Einführung in die Gepflogenheiten des Landtagsgeschehens. Danach durfte die Gruppe für eine Stunde die Landtagsdebatte verfolgen. Weder Beifall noch Kommentare durften von der Besuchertribüne aus gegeben werden, was angesichts der zum Teil heftig geführten Debatte zum Tagesordnungspunkt „Antisemitismus entschlossen bekämpfen“ recht schwerfiel. Für diesen Tagesordnungspunkt war eine namentliche Abstimmung beschlossen worden, die Andrea Schwarz auf keinen Fall verpassen wollte.

Gespräch mit der Landtagsabgeordneten

Im Anschluss daran fand das Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Schwarz statt. „Die Bestellung eines Antisemitismusbeauftragten durch das Land Baden-Württemberg halte ich für unumgänglich. Auch angesichts der aktuellen Entwicklung, wo Teile der politischen Vertreter und Vertreterinnen in einem unerträglichen Maß Hass schüren und Unruhe stiften. Gesellschaftlicher Zusammenhalt und sozialer Friede sind wichtige Standortfaktoren. Menschen gegeneinander aufzubringen und zu polarisieren, schadet uns allen“, machte Schwarz ihrer Empörung Luft. Sie verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass man mit guten Argumenten wieder zu mehr Sachlichkeit kommen wird.

Von Stuttgart 21 bis Familie und Beruf

Fragen aus vielen Politikbereichen wurden an die Abgeordnete herangetragen. Die Kostenexplosion beim Projekt Stuttgart 21 wurde bemängelt, wo Experten heute schon vorhersagen, dass die geplanten Kapazitäten des unterirdischen Bahnhofs nicht ausreichen werden. Ob Fahrverbote für Dieselfahrzeuge kommen oder blaue Plaketten bald vorgeschrieben werden, interessierte die Besucherinnen ebenso wie Fragen zum Klimaschutz und zum Insektensterben. Braucht man heute noch eine Frauenquote, wurde ebenso nachgefragt wie der Wunsch nach kostenlosen Kindergartenplätzen geäußert wurde. An der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf entspann sich unter den Anwesenden eine rege Diskussion, da dies bis heute als Frauenthema angesehen wird, obwohl es genauso Männer betrifft. „Die Gesellschaft muss endlich begreifen, dass wir die gut ausgebildeten Frauen in Beruf und Familie ebenso brauchen wie eine Unternehmenskultur, die engagierte Väter nicht länger benachteiligt“, zeigte sich Schwarz überzeugt.

Besuch im Haus der Geschichte

Nach dem gemeinsamen vegetarischen Mittagessen stand noch ein Besuch im Haus der Geschichte an. Eine der beiden angebotenen Führungen widmete sich der Frauengeschichte in Baden-Württemberg. Auch hier konnten sich die Frauen ein Bild davon machen, wie sich der Lebensalltag von Frauen und Männern ständig im Wandel befindet. Reich an Eindrücken und begeistert vom Gehörten und Gesehenen trat die Gruppe am späten Nachmittag den Heimweg an.

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