E-Mail von Wod Woche

Sehr geehrter Herr Treut,

nun ist es also raus. Sie wollen unser Rathauschef werden. Ihr Outing kam früh. Bis zur OB-Wahl vergeht noch mehr als ein halbes Jahr.
Aus Erfahrung: „Ich kann das“ reicht nicht. Auch wenn’s stimmen sollte. Die Brettener verlangen jetzt klare Konzepte. Die wollen Bürgerbeteiligung nicht als Alibi. Die erhoffen sich echte Alternativen.
Ich find’s gut, dass Sie Ihren Wahlkampf nicht gegen den amtierenden OB führen wollen. Sondern uns einen anderen, Ihren Weg aufzeigen. In den letzten Jahren hab ich von vielen gehört, sie wüssten nicht mehr, wofür Bretten steht. Sporgasse dümpelt, Mellert-Fibron-Gelände dümpelt, Innenstadt dümpelt. Anderes auch. Gut, ein neues Hallenbad haben wir jetzt bald. Aber dass wir feiern können – wie das 1250 Jahr-Jubi gerade – , ist kein kommunalpolitisches Verdienst.
Wer immer im November die Nase vorn hat, er steht vor großen Herausforderungen. Die Stadt braucht einen Ruck. Der, wie schon Alt-Präsident Herzog wusste, durch die Bevölkerung gehen muss. Alle sind angesprochen, alle müssen mitmachen. Sagte Herzog. Gilt auch für Bretten. In Bretten dümpelt zu viel. Zu viele Absichtserklärungen. Zu viele Prüfungen. Zu wenig Lösungen. Zu wenig Aufbruchstimmung.
Lieber Herr Treut, Respekt für Ihr frühes Outing! Nun hoffe ich, dass andere, die sich berufen fühlen, es Ihnen gleichtun. Ich hätte im November gern Alternativen. Ob ein „Weiter so“ reicht? Wie schafft es ein OB (ein OB-Kandidat?) besagten Ruck auszulösen? So wie Schulz bei der SPD? Visionen und Wirklichkeit. Wer schafft den Spagat?
Wahlversprechen sind das Eine. Sie einzulösen das Andere. Wie konkret werden Sie?
Was, Herr Treut, wollen Sie aus Bretten machen? Sagen Sie’s uns!

Herzlichst,

Ihr Wod Woche

Alle E-Mails von Wod Woche finden Sie auch in unserem großen Dossier „Wod Woche“.

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