Eine Nachlese zur OB-Wahl: Leserbrief zur Oberbürgermeister-Wahl in Bretten

Gerd Bischoff (Sprecher der Gemeinderat-Fraktion FDP/Bürgerliste; Anm. d. Red.) hat es, als Einziger, richtig formuliert: „Die Wahl ist eine große Blamage.” Und zwar in jeder Hinsicht und aus jeder Perspektive. Es gibt nur Verlierer, keine Sieger, aber ein paar Profiteure. Da ist nicht nur der „Oberste Bürger” der Stadt zu nennen, sondern vor allem auch die drei Fraktionen, die plump in den Wahlkampf eingriffen. Warum wohl?
Als eine mögliche Antwort möchte ich aus meinem eigenen Leserbrief von vor der Wahl zitieren: „... wie im Gemeinderat gedacht oder entschieden wird, oft ist's der bequeme Weg.” Unschwer ist zu erkennen, dass wieder einmal die, die Bequemlichkeit fördernde Handlungsrichtlinie „Weiter so”, sich als Virus ausbreitete. Aber kann das ein Weg sein?
Von 22.886 Wahlberechtigten wählten 4.152 den Oberbürgermeister Martin Wolff, das sind etwa 18,15 Prozent, das ist weniger als ein Fünftel. Solche Missverständnisse entstehen, wenn vor Wahlen gerades Denken ausgeblendet wird. Oder auch nach einem ersten Wahlgang. Wäre der Drittplatzierte (Andreas Leiling; Anm. d. Red.) seinem ersten Impuls gefolgt und hätte sich zurückgezogen, so könnten wir in Bretten ein ehrliches Wahlergebnis vorweisen. Aber der dritte Mann ließ sich zum Gegenteil überreden. Von wem? Für Rätselfüche ist das eine leichte Frage. Ebenso das sogenannte Strategiepapier. Es ist (war) tatsächlich ein Strategiepapier, wenn auch weniger für das katholische Altenheim. Nach der Wahl ist vor der Wahl. In acht Jahren?

Gottfried Retsch
Bretten

Alles über die Brettener OB-Wahl auf unserer Themenseite OB-Wahl Bretten

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