Helga Essert-Lehn aus Oberderdingen berichtet von ihrer Skandinavien-Reise, Teil 6: Fjell und Fjord vs. lebendige Stadt - Tromsø

Eismeer-Kathedrale
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13. Juni

Das gute Wetter begleitet uns und früh schon brechen wir auf in Richtung Tromsø, einer Stadt, der man etwas Zeit widmen sollte, sofern man sie hat. Unser Ziel ist deshalb, früh anzukommen. Wir umfahren heute zahlreiche kleine und große Fjorde, überqueren Hochebenen (Fjell), die mit Flechten und Moosen überzogen sind, durchzogen von kleineren Seen und Flussläufen und sehen zahlreiche Hinweisschilder für Elche, die sich aber versteckt halten. Zwei Fähren, die wir auf den Punkt genau erreichen verschaffen etwas Erholung auf der langen Fahrt.
In Tromsø angekommen, begeben wir uns gleich zur Eismeer-Kathedrale, die aber gerade wegen eines Konzertes geschlossen ist. Mehrmals täglich finden hier im Sommer Konzerte statt, die nur geringfügig Eintritt kosten. Allein die Aussicht auf die Stadt, malerisch auf der Ostseite der Insel Tromsøya gelegen, begeistert.
Die Stadt ist bezaubernd, hat viele alte Gebäude, eine sehr schöne Domkirche, komplett aus Holz gebaut, die aber leider auch aufgrund von Renovierungsmaßnahmen geschlossen ist. Wir haben etwas Pech oder nun auch Zeit, weitere schöne Ecken anzusehen. Die farbigen, aus Holz gebauten Stadthäuser und die stattlichen Speicher am Hafen stammen noch aus dem 19. Jahrhundert, in der die Stadt ihre Blütezeit erlebte. Der rege Kontakt und Handel der Handelshäuser führte dazu, dass die Damen der Stadt immer in der neuesten Mode gekleidet waren. Das führte zu ihrem Beinamen „Paris des Nordens“. Überhaupt kommt Tromsø sehr kunstvoll daher. Überall findet sich Kunst im öffentlichen Raum und der Architektur sollte man besondere Beachtung schenken. So zum Beispiel auch dem Polarmuseum „Polaria“, das mit seiner auffälligen Gestaltung am Hafen zu finden ist. Bei einem Bummel durch die Stadt entdecken wir Kunstmuseen und Galerien.... und letztendlich den betriebsamen Jachthafen. In einem der zahlreichen Cafés sitzen wir schließlich lange in der Sonne (die hier ja nicht untergeht) und beobachten das Leben um uns herum, genießen.
Am nächsten Morgen starten wir einen erneuten Versuch, die Eismeer-Kathedrale von Innen zu sehen. Und es klappt. Ein Musiker probt für die Orgelkonzerte am heutigen Tag. Sitzen, lauschen, schauen. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Wenn Sie weitere Teile des Reiseberichts lesen möchten, klicken Sie einfach auf unsere Themenseite: Skandinavien-Rundreise

Autor:

Helga Essert-Lehn aus Bretten

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