gemeinsamdurchdiekrise

Kommentar zur Corona-Krise und dem Verhalten der Bevölkerung
"Mit Abstand näher zusammenrücken"

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Ich bewundere die Honigbienen. Zehntausende bilden ein Volk, arbeiten Hand in Hand und zählen in Hoch-Zeiten sogar über 50 000 Individuen, die alle gleichzeitig in einem Bienenstock leben. Dabei hat jede eine eigene Aufgabe, die sich über ihr kurzes Leben hinweg verändert. Jede von ihnen zählt gleich viel, jede von ihnen ist in ihrem Sein wichtig für das Überleben aller, auch wenn es nicht auf das Sterben einer einzelnen Biene ankommt. Dennoch wird keine von ihnen separiert, außer sie ist krank und gefährdet das Überleben des gesamten Volkes. Ansonsten wird jede Biene versorgt, bedingungslos.

Wenn es (im Winter) kein Futter mehr gibt, wird auch der letzte Tropfen Honig noch gleichmäßig verteilt. An alle. Vollkommen. Gerecht. Somit stirbt das Volk als Ganzes. Es gibt kein Überleben einzelner, die heimlich Honig gebunkert haben. Das macht bei den Bienen auch keinen Sinn, denn nur die Königin kann für das Überleben des Volkes sorgen. Da gibt es kein: Ich habe mehr Geld, mehr Zeit oder mehr Möglichkeiten, um in der Not an das zu kommen, was ich benötige: Klopapier, Nudeln, Reis oder Konserven. Nein, wir Menschen teilen nicht, wir sind Egoisten und horten was uns in die Finger gerät. Hauptsache uns selbst geht es gut.

Fake News werden verbreitet. Und einige meinen sogar Profit aus der Notlage anderer schlagen zu müssen. Mit Klopapier. Oder als Betrüger, die sich als Menschen vom Gesundheitsamt ausgeben. Da denke einer an die älteren Mitmenschen und diejenigen, denen das Schicksal hart mitgespielt hat. Menschen, die verzweifelt sind, weil sie von Geschäft zu Geschäft gehen und kein Klopapier oder Konserven mehr kaufen können, und auch keine vorrätig haben. Andere haben vielleicht nicht die Möglichkeit aus dem Haus zu kommen. Das mögen Einzelschicksale sein, doch wie schrecklich muss sich diese Hilflosigkeit, das Gefühl von Einsamkeit und Verzweiflung anfühlen? Glücklich, wer jemanden kennt, der bereit ist zu helfen. Es braucht nicht einen Krieg, um Menschen zueinander zu bringen, da reicht ein winziger Virus.

Nur der feste Wille, in der aktuellen, für uns alle neuen und bisher unbekannten Notlage aktiv zu werden und anderen zu helfen, kann dafür sorgen, dass wir - trotz räumlichem Abstand - im Herzen näher aneinander heranrücken. Solidarität. Daran sollten wir jetzt jeden Tag denken und danach handeln. #gemeinsamdurchdiekrise

Beatrix Drescher
Redakteurin Brettener Woche/kraichgau.news

Mehr lesen Sie auf unserer Themenseite #gemeinsamdurchdiekrise.

Autor:

Beatrix Drescher aus Bretten

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