Seeburger stellt Pläne für Hotel in Bretten vor: Luxus-Resort mit regionalem Einschlag

So soll das neue Hotel bei der Firma Seeburger einmal aussehen.
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Bernd Seeburger stellt konkrete Pläne für sein Business-Resorts am Firmensitz in Bretten vor.

Bretten (swiz) 105 Zimmer, 30 Appartements für Mitarbeiter, 252 Stellplätze und Baukosten von 30 Millionen Euro. Schon die nackten Zahlen machen klar, in welchen Dimensionen sich das geplante Vier-Sterne-Plus-Business-Resort bewegt, das der Gründer des weltweit agierenden Software-Unternehmens Seeburger, Bernd Seeburger, in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Firmensitz in Bretten bauen will. Wie die Brettener Woche berichtete, hat sich Seeburger vor allem aufgrund der veränderten Geschäftsbedingungen in der Software-Branche zu dem Hotelbau entschlossen. „Früher bin ich mit einer kleinen Power-Point-Präsentation zu den Kunden gefahren und habe sie gefragt, ob sie das Produkt kaufen wollen“, lacht Seeburger. Inzwischen kämen viele der rund 10.000 Kunden zu Seeburger, um die Ausstattung des Rechenzentrums und dessen Mitarbeiter kennen zu lernen. Zudem habe man am Firmensitz in Bretten auch viele Schulungen für die rund 900 Mitarbeiter weltweit. Nicht zu vergessen seien auch Fachkräfte, die man unter anderem mit einem der 30 modernen Übergangs-Appartements im vom Hotel separierten „Boarding-Haus“ zum Unternehmen nach Bretten locken könne.

Firmeneigene Auslastung des Hotels von 20 Prozent

So plant Seeburger schon durch den firmeneigenen Bedarf eine Auslastung des Hotels von rund 20 Prozent. Und auch von anderen großen Firmen der Region wie zum Beispiel E.G.O und Blanco habe man schon positive Rückmeldungen zum geplanten Hotelprojekt bekommen, das bis zum Peter-und-Paul-Fest 2021 fertiggestellt werden soll, bekunden Seeburger und der Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff in einem Pressegespräch unisono. „Wir haben in der Region bisher einfach mangelnde Hotel- und Tagungsressourcen“, bringt es der Firmeninhaber auf den Punkt. Beheben will Seeburger dies mit der Installation von mehreren Tagungsräumen mit einem Platzangebot für zehn bis 200 Teilnehmer. „Schließt man alle Tagungsräume zusammen, hat man sogar einen Tagungsraum für bis zu 600 Teilnehmer.“ Geeignet seien die Tagungsräume aber auch für Hochzeiten oder sonstige Feierlichkeiten, so Seeburger.

Arbeitstitel „Kraichgau-Stromberg-Hotel“

Dass das Vier-Sterne-Plus-Hotel aber nicht nur für Geschäftsleute, sondern auch für normale Gäste einiges an Komfort und Luxus bietet, macht Seeburger beim Blick auf die Details deutlich. „Ich will hier kein steriles Luxushotel bauen, sondern es soll ein Hotel werden, in dem sich die Region überall widerspiegelt.“ Der Arbeitstitel „Kraichgau-Stromberg-Hotel“ verdeutliche dies. So würden in den verschiedenen Restaurants des Hauses „mit Sicherheit keine französischen Weine“, sondern heimischer Rebensaft und Biere ausgeschenkt. Und auch das Speisenangebot solle die lokale Küche repräsentieren. Einen Fokus legt Seeburger auch auf den geplanten Wellness-Bereich im Dachgeschoss, von dem aus die Gäste einen unverstellten Blick auf das angrenzende Landschaftsschutzgebiet haben werden. „Ich lege da Wert auf Gesundheit und Wellness mit Aryuveda, Sauna und Fitness.“ Auch einen Fahrradverleih soll es geben, damit die Gäste das Land der 1.000 Hügel erkunden können. Zum Ausspannen wird es auf dem Dach des Hotels noch eine weitläufige „Roof-Top-Bar“ geben, von der man einen Blick auf die Skyline von Bretten genießen kann. Die Bar sowie die Restaurants und der Wellness-Bereich sollen im Übrigen nicht nur für Hotelgäste, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Das Thema „Parken“, ein Dauerbrenner in Bretten, soll laut Architekt Afshin Arabzadeh vom Architekturbüro weinbrenner.single.arabzadeh aus Nürtingen, das für die Planungen verantwortlich zeichnet, durch eine Tiefgarage mit 111 Stellplätzen sowie 141 Außenparkplätze abgedeckt sein. Damit der Hotel-Verkehr zudem nicht die Zufahrt zum Krankenhaus über die Edisonstraße überstrapaziert, ist eine Bypass-Straße geplant. Durch diese kann das Resort über die Edisonstraße und die Carl-Benz-Straße erreicht werden.

„Etwas in dieser Kategorie gibt es in Bretten nicht“

Betrieben wird das Hotel, das die Familie Seeburger privat finanziert, im Übrigen nicht von einer Kette, sondern von dem kettenunabhängigen Betreiber RIMC mit Sitz in Hamburg. „Die pachten und managen das gesamte Hotel“, erklärt Seeburger. Das Gute sei, dass man auf diese Weise auch standardunabhängig in die Gestaltung des Resorts eingreifen könne. Als Vorgabe für den im Vorfeld ausgerichteten Architektenwettbewerb, erklärt Rudi Lehnert, Projektleiter beim Hotelbau und stellvertretender Hauptgeschäftsführer bei Harrer Ingenieure aus Karlsruhe, habe man aber den Standard der Steigenberger Hotels vorgegeben. Wichtig sei zudem gewesen, dass das Hotel, dessen Gebäude südlich und östlich an das gegenwärtige Firmenareal anschließt, sich in die Landschaft integriert. Die Nähe des Hotels zur Firma Seeburger in der Nachbarschaft soll aber auch nicht zu deutlich werden, wie Architekt Arabzadeh erklärt. „Bei der Planung war es uns wichtig, dass sich das Hotel nicht hinter der Firma versteckt.“
Wolff - sichtlich angetan von den Resort-Plänen - betonte abschließend, dies sei „alles sehr positiv“. Etwas in dieser Kategorie gebe es in Bretten nicht, aber es werde gesucht und sicher sehr gut angenommen. Seeburger geht indes noch einen Schritt weiter: „Leute, die früher vielleicht nach Ceylon in den Urlaub gegangen sind, könnten jetzt nach Bretten kommen.“

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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