Spatenstich für Dienstleistungszentrum auf Mellert-Fibron-Areal

Spatenstich für das Dienstleistungszentrum auf dem Mellert-Fibron-Gelände.
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Mit dem symbolischen Spatenstich wurde heute der Bau des Dienstleistungszentrums auf dem Mellert-Fibron-Gelände in Bretten offiziell eingeläutet. Gewürdigt wurde mit Arno Rath auch der „Pionier“ der Planungen für das Areal. Doch in den symbolischen Akt mischten sich auch Wahlkampftöne.

Bretten (swiz) Dem selbst gesteckten Ziel der Brettener Stadtverwaltung, „innerstädtische Brachflächen zu schließen und zu nutzen“, ist man mit dem heutigen Spatenstich für das Dienstleistungszentrum auf dem Mellert-Fibron-Areal ein Stück näher gekommen. Nach bisherigen Planungen sollen auf dem Areal vier Gebäude entstehen. In zwei der Neubauten, für die es heute, auch im Beisein von vielen Stadträten, den symbolischen Spatenstich gab, werden das Evangelische Verwaltungs- und Serviceamt Mittelbaden (VSA) sowie die Diakonie Bretten einziehen (wir berichteten). In den anderen Gebäuden sind ein Gastronomie-Betrieb, ein Bäcker, ein Eiscafé sowie der neue Kindergarten des Vereins FAM vorgesehen, der momentan im Gebäude des städtischen Kindergartens Drachenburg untergebracht ist. Der neue Kindergarten soll Platz für 54 Kinder bieten, zehn davon für Kinder unter drei Jahren (wir berichteten). Geplant ist auch ein Parkhaus. Investor für das 18 Millionen Euro teure und 9.900 Quadratmeter große Dienstleistungszentrum ist die Südbau Ingenieur- und Planungsgesellschaft.

"Ein denkwürdiger Moment"

„Dieser Spatenstich ist ein denkwürdiger Moment“, betonte Oberbürgermeister Martin Wolff. Man sehe an diesem Beispiel ganz deutlich, „dass Bretten sich entwickelt“, so der Oberbürgermeister. Auch Südbau-Geschäftsführer Markus Vierling zeigt sich zufrieden. „Bereits seit 20 Jahren hat man sich in Bretten Gedanken über die Nutzung des Areals gemacht.“ Nun könne man endlich mit dem Bau beginnen. Die Ursprungsidee für die Bebauung des Geländes gegenüber dem Kraichgau-Center, so Vierling, kam im Übrigen von Arno Rath, der Anfang 2015 der Südbau-Geschäftsführung seine Ideen für die Entwicklung des Mellert-Fibron-Geländes präsentiert hatte. „Nach der gescheiterten Moscheeplanung bin ich auf die Idee gekommen, auf dem Areal ein kleineres Dienstleistungszentrum mit einer Gastronomiefläche zu bauen“, so Rath gegenüber der Brettener Woche.

Treut kritisiert Vorgehen bei der Bauplanung

Doch in die vielen lobenden Worte mischen sich auch kritische Töne, der OB-Wahlkampf lässt dabei grüßen. So monierte OB-Kandidat Aaron Treut gegenüber der Brettener Woche, dass man jetzt einen Spatenstich zelebriere, obwohl es noch nicht mal einen endgültigen Bebauungsplan gebe. „Ich habe das Gefühl, so soll schon einmal eine künftige Wohnbebauung legitimiert werden.“ Treut bezieht sich in seiner Kritik auch auf die Planungen der Südbau, im dritten und vierten Stockwerk des Diakonie-Gebäudes Wohnungen zu bauen. Für ihn gelte der Grundsatz: „Erst B-Plan, dann Ausschreibung, dann Bau“. Der Kritik widerspricht Ulrich Wickenheißer, ebenfalls Geschäftsführer bei Südbau. „Wenn es eine Umwidmung des Bebauungsplanes durch den Gemeinderat gibt, die eine Wohnbebauung zulässt, dann können wir in diesen Stockwerken Wohnungen einrichten.“ Sollte es keine Umwidmung geben, sei man aber flexibel. „Dann können dort auch zusätzliche Büroflächen entstehen“, so Wickenheißer. Und OB Wolff betont: „Das, was jetzt genehmigt ist, entspricht genau dem derzeitigen Bebauungsplan.“ Dennoch, so Vierling, plädiere er auch weiterhin für die Möglichkeit, auf dem Mellert-Fibron-Areal Wohnen möglich zu machen. „Das wäre hier das I-Tüpfelchen“, so der Südbau-Chef. Und weiter: „Die Idee dafür kam ja damals sogar aus dem Gemeinderat.“ Bretten bekomme in den kommenden Jahren immer mehr Zuzug. Dafür müsse man Wohnraum schaffen, betont Vierling.

Hochabsorbierende Lärmschutzwände geplant

Ein anderes großes Streitthema auf dem Areal ist der Lärmschutz, aufgrund der direkt daneben verlaufenden Bahntrasse. Bemängelt wurde dabei in der jüngeren Zeit, dass die Stadt nur einen einseitigen Lärmschutz plane, der den Schall dann in das angrenzende Wohngebiet werfe und so die dortige Lärmbelastung noch verstärke. „Wir werden dort voraussichtlich zwar nur an einer Seite eine Lärmschutzwand bauen“, sagte Wolff im Gespräch mit der Brettener Woche. „Allerdings wird das eine hochabsorbierende Wand sein, die den Lärm schluckt und ihn eben nicht zurückwirft.“

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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