„Was mir aktuell unter den Nägeln brennt”: Leserbrief zu Umgehung, Hochwasserschutz und Altenheim

Leserbrief zu Umgehung, Hochwasserschutz und Altenheim.

Ohne Zweifel ist die Wilhelmsstraße/Pforzheimer Straße mit eine der tief gelegensten Stellen in Bretten. Von Oberderdingen kommend sieht man am anschaulichsten, dass große Teile der Altstadt Brettens in einer Mulde liegen. Die durch das hohe Verkehrsaufkommen produzierten Abgase konzentrieren sich an diesen Tiefpunkten. Somit sind neben den Anwohnern auch die beruflichen Schulen, also Lehrer und Schüler direkt betroffen. Für all derer Gesundheit wäre es dringend notwendig die Südumgehung baldmöglichst ohne Verzögerungstaktik zu realisieren. Wurde an dieser Stelle schon mal an eine Feinstaubmessung gedacht, um die Belastung mit Zahlen belegen zu können? Oft kostet es mich als Bewohnerin des Sankt Johanns viel Zeit und Nerven auf die Pforzheimer Straße Richtung Innenstadt zu kommen.

Eine weiträumige Umfahrung der Hauptverkehrsstraßen ist oft unausweichlich um Termine einhalten zu können. Warum immer noch an den Plänen der Südumgehung herumdiskutiert wird, ist mir schleierhaft. Auf dem Feldweg zwischen Sprantal, am Wald entlang nach Rinklingen, fahren heute schon viele Fahrzeuge, um den Stau zu umgehen. Natürlich darf sich die Stadt nicht die Möglichkeit nehmen neue Baugebiete ausweisen zu können, indem sie die Umgehung zu weit an ein bestehendes Baugebiet heranführt. Alle Anwohner der Neubaugebiete im Steiner Pfad und Rinklingen wussten jedoch von der geplanten Südumgehung. Es wurde in vergangenen Leserbriefen von Durchschneidung der Landschaft und Frischluftzufuhr berichtet. Die alte B294 Richtung Pforzheim führte auch einmal über das Naherholungsgebiet „Hohberg“ bevor eine Durchschneidung der Landschaft für die heutige B294 stattfand. Bemerkt das heute noch jemand? Das Neubaugebiet Steiner Pfad war vor der Bebauung mit Streuobstwiesen übersät und die Heimat von Rehen, Igeln Hasen und vielem mehr. Brettens Frischluftzufuhr war zuvor noch nicht durch Bebauung gebremst.

Ein weiterer Punkt in meinem Leserbrief widmet sich den lieben Mitbürgen, die noch nicht wissen, dass es in Bretten ein Grünabfallsammelplatz bei den Hetzenbaumhöfen gibt. Dort kann kostenfrei der Gartenabfall abgegeben werden und muss nicht hinter Glascontainern oder ins Gebüsch um die Wohngebiete herum entsorgt werden. Beim nächsten Starkregen verstopft genau dieser Abfall die Kanalisation und sorgt für Überschwemmungen. Auch Wälder und Wiesen um Bretten eignen sich nicht um das loszuwerden, was man selber auf seinem Grundstück nicht mehr haben will.

Noch ein Gedanke zum katholischen Altenheim. Der momentane Platz ist gut geeignet und sollte nochmals überdacht werden. Auch die wohnliche Atmosphäre ist noch immer ansprechend. Jedoch ist das Argument gegen den Neubau auf dem Mellert-Fibron Areal wegen der Lärmbelästigung durch die Bahn lachhaft. Denn schaut man über den Bahndamm auf die andere Seite, sieht man auf Höhe der Bahnlinie den Kindergarten „Kinderhaus im Brückle“ stehen. Die Kinder sind sehr oft draußen beim Spielen und leben somit Tag für Tag mit der Bahn. Auch müssen die Kinder nicht erst seit dem Bau der Erschließungsstraße mit der Staubbelastung leben. Die dort parkenden Autos, die LKWs und der Wind wirbeln Unmengen an Staub auf, der an manchen Tagen den Kindergarten in einer Staubwolke verschwinden lässt. Des Weiteren zeichnet sich seit dem Bau des betreuten Wohnens und dem evangelischen Altenheim im Brückle ab, dass die Parkmöglichkeiten in diesem Bereich jetzt schon an ihre Grenzen stoßen. Mal sehen wie sich die Situation nach Bezug der beiden Häuser gibt. Ich hoffe die zuständigen Planer haben auch eine Bushaltestelle für die Bewohner vorgehsehen und es wird einen Busverkehr geben.

Andrea Beisel
Bretten

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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