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Ehrenamtliches Engagement in Gölshausen
Die Aussegnungshalle

Aussegnungshalle vor der Einweihung
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  • Aussegnungshalle vor der Einweihung
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  • hochgeladen von Havva Keskin

Bretten-Gölshausen (hk) Als eine „beispiellose Aktion der Gölshäuser Bevölkerung“ ist dem ehemaligen Ortsvorsteher Gölshausens, Manfred Hartmann, ein außergewöhnliches Ehrenamtsprojekt aus dem Jahr 1994 in Erinnerung geblieben. Noch heute leuchten seine Augen, wenn er darüber spricht. „Die Gölshäuser errichteten bei vielen tausend Ehrenamtsstunden und mit circa 90.000 Deutscher Mark an Spenden aus der Bevölkerung die Aussegnungshalle auf dem Friedhof“, berichtet er. „Ich war damals Mitglied in der Vorstandschaft des Fördervereins für die Aussegnungshalle und kann mich noch gut an die damaligen Aktivitäten erinnern“, erzählt er.

„Der Wind pfiff rein und es hat von allen Seiten gezogen“

Es sei sehr oft das schlechte Wetter gewesen, das der Gemeinde in den 80er- und 90er-Jahren Verdruss und Sorgen bereitet hat, als man zur letzten Andacht in die Leichenhalle ging. „Der Wind pfiff rein und es hat von allen Seiten gezogen“, sagt Hartmann mit einem Lachen. So war es nicht verwunderlich, dass von den Bürgern immer wieder eine Aussegnungshalle gefordert wurde. Schon in den Jahren 1990 bis 1993 hatte der Ortschaftsrat versucht, Geldmittel im städtischen Haushalt für diese Maßnahme einzustellen. Die Großprojekte neuer Sportplatz und Erweiterung der Gymnastikhalle ließen aber keinen Spielraum für weitere Maßnahmen zu. So wollte der Ortschaftsrat im November 1993 einen Teil der Sonderhaushaltsmittel im nächsten Jahr für den Einbau einer Schutzwand an der Ostseite der Leichenhalle einsetzen.

Unermüdlich wurden etwa 5000 Arbeitsstunden geleistet

Doch dieser Vorschlag hatte bei den Bürgern großes Aufsehen erregt, weil man das Geld „nicht für so eine schändliche Trennwand zum Fenster hinaus werfen“ wollte. Unter der Leitung von Konrad Sturm wurde dann im Dezember 1993 der „Förderverein Aussegnungshalle“ mit 21 Bürgern gegründet. „Die Mitglieder liefen sogar von Haus zu Haus und sammelten Spenden“, weiß Hartmann. Eine außerordentliche Leistung erbrachten die ehrenamtlichen Helfer beim Bau: Unermüdlich wurden etwa 5000 Arbeitsstunden geleistet. Mit einer Bauzeit von nur sieben Monaten konnte das Gebäude am 17. Oktober seiner Bestimmung übergeben werden. Die Gesamtkosten der neuen Halle mitsamt dem Übergang zur alten Leichenhalle betrugen 248.452 Deutsche Mark. Finanziert wurden diese unter anderem durch 90.000 Deutsche Mark an Spenden

Mehr Beiträge und Bilder auf unserer Themenseite In Bretten zuhause

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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