Frauenfrühstück des CVJM in Diedelsheim

Frauenfrühstück in Diedelsheim

Gut gelaunt sah man an diesem sonnigen Vormittag viele Frauen ins Gemeindehaus strömen, so dass sich eine lange Schlange an der Kasse bilden musste. „Vitamine für die Seele – von Freudemachern und Lustkillern“, das hatten wohl viele
notwendig. Die Frauen kamen nicht nur aus Diedelsheim. Dürrenbüchig und Rinklingen waren ebenfalls gut beim Frauenfrühstück des CVJM vertreten.
Prachtvolle Dekoration mit Vitaminen für die Augen und den Magen erfreuten Herz und Seele. Und als Andrea Herbolsheimer nach den herzlichen Begrüßungsworten, dem Einstimmen auf das Thema Vitamine mit einer kleinen Präsentation und dem Klavierspiel von Dorothee Gerber zum Frühstücksbuffet einlud, da gab es Staunen und Freuen bei all den Köstlichkeiten.
„Ich hab viel zu viel gegessen, aber es schmeckt halt so gut.“ Das war so ein Standardspruch. Gemeinschaft war das Zauberwort, das viele sonst am Frühstückstisch vermissen müssen, und einfach gut tat.
Ja, und dann kam Ruth Heil, Referentin des Vormittags, die sich bereitwilligst von Andrea Herbolsheimer interviewen ließ. 11 Kinder, gigantisch und asozial, so die Meinung im Dorf, wenn ein Kind nach dem anderen kam. Ach ja, die erziehen sich selbst, hörte ich sagen. Viel auf Reisen, denn oftmals betreut sie seelsorgerisch Menschen bei Gruppenreisen. Ja, so ein Leben möchte man auch haben. Und wie sieht es bei uns selbst aus? Einfach anders und das Andere gilt es anzunehmen. Jeder ist dorthin gestellt, wo ihn Gott haben möchte, in aller Unvollkommenheit.
Wichtig bei dem Interview war auch die Arbeit in Kamerun, wo ihr Augenmerk auf Witwen mit ihren Kindern ruht. Ohne Unterstützung können sie nicht überleben.

Mit Witz, Charme und viel schauspielerischem Talent, dem weißen Hütchen auf dem Kopf, ähnlich der Kippa im Judentum, sprühte Ruth Heil nur so voller Energie und führte die Zuhörerinnen ganz bewusst zum Nachdenken. Hilfsmittel dabei waren die Vitamine. 80 % der Krankheiten sind seelischen Ursprungs. Was hilft da? Eben die Perlenschnur der Vitamine.

So stecken im Vitamin A die Augen. Blicke können töten. Schau mir in die Augen, wenn ich mit Dir rede. Das kann manchmal eine Strafe sein. Sie können aber auch Wärme ausstrahlen. Sie können sagen, ich nehm Dich an, wie Du bist. Wie wäre es, wenn sie beim Nachhausekommen den Partner in den Arm nehmen würden? Es könnte der Beginn einer interessanten Unterhaltung sein.

Was wird wohl das Vitamin B uns zu sagen haben? Berührung gibt ein Gefühl des Geborgenseins, und Bestimmung, hier und da zu sein. Das Vitamin C, ein ganz wichtiges Vitamin, das leicht zu erklären ist, denn ich bin ein Carat. Wie schön, wenn das jemand erkennt und es auch noch ausspricht. Und wie gehen wir mit solchem Kompliment um? Wir werten das üblicherweise sofort ab. Nein, ich bin ein Carat und habe Charakter, denn ich bin einmalig, und dann sage ich danke oder gar nichts beim nächsten Mal. Sicherlich bleibt diese Aufforderung gut im Gedächtnis haften.
Beim Vitamin D hilft oft viel Sonne und was kann mit dem D noch assoziiert werden? Ein Fingerspiel mit vier Fingern: Du bist bei mir aus dem Psalm 23. Das Du ist hier das wichtige Wort. E steht für Engel, die wunderbaren Helfer Gottes, die schützend mit uns gehen. Wenn in Notlagen jemand zu dir sagt, ich bete für dich, dann spricht da ein Engel. Vitamin F ist sehr wichtig: Fürchte dich nicht! Füttere nicht deine Ängste. Rede mit Deiner Seele, so wie es der Psalmist tat, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. Das Vitamin G steht für Gelegenheit, z. B. etwas zu schenken, einen Besuch zu machen oder auch, das Gute aufzuschreiben. Bei allem Schatten, gibt es auch immer wieder Licht. Das kann ein hilfreicher Spruch oder ein Gebet sein.

Das Vitamin H hilft nicht nur der Haut, sondern auch uns selbst. Himmel, Hilfe und besonders der Humor macht die Welt heiter. Ein wenig kann man das lernen. Ein griesgrämiger Mensch erfreut nicht seine Mitmenschen. Das J steht für Jauchzen, Jubeln. Wie kann man bei der wunderschönen Natur oder der Dekoration nicht jauchzen und jubeln? Aber machen wir es? Nein, wir jubeln eher verhalten. Der Seele freien Raum beim Jauchzen schenken. Das ist die Devise, denn dann ist das K, wie Kreuz, auch leichter zu ertragen. Wir müssen keinen Koffer tragen, der zu schwer ist, wenn wir Jesus zum Mittragen bitten. Die Frage ist, welchen Koffer schleppe ich mit mir herum? Abgeben, loslassen – in Gottes Namen.

Sehr begeistert und beschwingt traten 110 Frauen den Heimweg an. Die schöne, zum Thema passende Medienkarte und die Streichhölzer, damit ab und zu ein Licht aufgeht, in der Handtasche und Fröhlichkeit im Herzen.

Heidemarie Leins

Autor:

Heidemarie Leins aus Bretten

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