Zitterpartie für Vater und leukämiekranke Tochter: Aufenthaltserlaubnis in letzter Minute verlängert

Gebot der Menschlichkeit: Die an Blutkrebs erkrankte Xhiko aus Albanien und ihr Vater dürfen zwecks Behandlung vorerst im Land bleiben.
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Es ist eine Geschichte mit hoher Dramatik. Mit 15 kam Xhiko, auf Deutsch Tschiko ausgesprochen, in Albanien ins Krankenhaus, eigentlich nur wegen Fieber und Zahnschmerzen. Doch bei den Untersuchungen wurde eine schwere Leukämie festgestellt.

BRETTEN (gh) Es ist eine Geschichte mit hoher Dramatik. Mit 15 kam Xhiko, auf Deutsch Tschiko ausgesprochen, in Albanien ins Krankenhaus, eigentlich nur wegen Fieber und Zahnschmerzen. Doch bei den Untersuchungen wurde eine schwere Leukämie festgestellt. Die Ärzte telefonierten gleich mit Kliniken in Italien, der Schweiz und Deutschland, weil klar war, dass sie diese Krankheit in Albanien nicht gut behandeln konnten. So kam die junge Albanerin vor zwei Jahren nach Deutschland.

Nach der Behandlung zurück nach Albanien

Das städtische Klinikum Karlsruhe hatte zugesagt und Xhiko reiste mit ihrem Vater in die badische Metropole. Obwohl Xhiko „nur“ ein medizinischer Notfall war und nach der Behandlung auch wieder zurück ins Heimatland möchte, mussten Vater und Tochter mitten in der Flüchtlingswelle des Jahres 2015 Asyl beantragen. Über zwei Jahre lang ist nun Xhiko schon in Behandlung und hat Schlimmes durchgemacht. Ihr Vater hat sie während dieser ganzen Zeit aufopferungsvoll versorgt und unterstützt. Die ganze Zeit über leben die Mutter und der Rest der Familie weiter zu Hause in Vlora, einer Stadt am Mittelmeer, und warten auf die Rückkehr der beiden.

Vater sollte ausgewiesen werden

Da Xhiko inzwischen 18 Jahre alt wurde und nun volljährig ist, und weil ihre Leukämie stabilisiert werden konnte, sollte ihr Vater ausgewiesen werden. Doch der jungen Frau stehen weitere fünf Operationen bevor, weil ihre Gelenke durch die Nebenwirkungen der starken Chemotherapie schwer geschädigt sind. Sie kann nur mit Krücken laufen und hat dabei immer Schmerzen. Trotzdem geht Xhiko täglich zur Schule.

Unterstützung zeigte Wirkung

Die Kliniken bestätigten die Notwendigkeit der Unterstützung durch den Vater. Und auch der Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff und Stadträtin Renate Knauss wie auch der Internationale Freundeskreis DAF und Flüchtlingspfarrer Gunter Hauser setzten sich für eine weitere Aufenthaltserlaubnis ein. Das Regierungspräsidium hatte ein Einsehen: Xhiko erhielt im Rathaus in Bretten quasi als Weihnachtsgeschenk einen Pass, der ihr die Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr bestätigt. Ihr Vater erhielt eine Duldung für die nächsten fünf Monate.

Spenden für die Besuchsfahrten

Damit er seine Tochter in der Klinik in Bad Rappenau besuchen kann, wurden in einzelnen Gottesdiensten des Evangelischen Kirchenbezirks schon Spenden gesammelt. Denn alleine kann der Vater die Fahrtkosten nicht aufbringen. Beide sind erleichtert, und Xhiko sieht ihrer ersten Gelenke-OP Anfang Januar mit vorsichtigem Optimismus entgegen.
Wer Xhiko und ihrem Vater helfen möchte, kann einen Betrag eigener Wahl spenden auf das Konto: Evang. Dekanat Bretten-Bruchsal, IBAN: DE49 6635 0036 0005 0151 03, Stichwort „Xhiko“.

Gebot der Menschlichkeit: Die an Blutkrebs erkrankte Xhiko aus Albanien und ihr Vater dürfen zwecks Behandlung vorerst im Land bleiben.
Vorsichtiger Optimismus: Xhiko während ihrer Krebsbehandlung im Sommer in Karlsruhe - infolge der Chemotherapie fielen ihre Haare aus.
Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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