Uve Vollers ist einer von 2.500 ehrenamtlichen Helfern beim IRONMAN 70.3 Kraichgau
„Die Geschwindigkeiten sind unvorstellbar“

Uve Vollers (rechts) und Gerhard Weinkötz sorgen für den reibungslosen Ablauf des Rennens in Bretten-Büchig.
  • Uve Vollers (rechts) und Gerhard Weinkötz sorgen für den reibungslosen Ablauf des Rennens in Bretten-Büchig.
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Bretten-Büchig (ger) Der Sparkasse IRONMAN 70.3 Kraichgau powered by KraichgauEnergie ohne ehrenamtliche Helfer? Nicht vorstellbar! Die Volunteers begrüßen die Athleten mit einem freundlichen Lächeln bei der Registrierung, sie geben Auskunft am Info Point, unterstützen die Sportler in den Wechselzonen, verteilen Getränke, Energieriegel und Bananen auf der Rad- und Laufstrecke, hängen den stolzen Finishern die Medaille um, und und und ... Insgesamt rund 2.500 Ehrenamtliche hauchen einem der größten Sportereignisse in der Region Leben ein.
Der Büchiger Ortsvorsteher Uve Vollers ist einer der Teamleader von etwa 75 Helfern in Bretten-Büchig, wo die Triathleten auf der Radstrecke fast die Hälfte der 90 Kilometer hinter sich gebracht haben. Redakteurin Katrin Gerweck sprach mit ihm über sein Engagement.

Herr Vollers, denken Sie heute schon an den IRONMAN 70.3 Kraichgau, der am 7. Juni stattfindet? Oder, anders gefragt, wann beginnen Sie mit den Vorbereitungen für die Verpflegungsstation in Büchig?
Die Planung und Organisation mit Helferlisten, Zeitabläufen, Aufstellungsmodi usw. beginnt in der Regel nach Fasching, da aktuell noch etliche Vereine mit dieser Veranstaltung beschäftigt sind. Im Rahmen einer Sitzung der beteiligten Vereine (Fußball, Guggemusik, Gesangverein, DRK, Obst-und Gartenbau) werden die ersten Aufgabenverteilungen vorgenommen.

Was genau sind Ihre Aufgaben?
Ich koordiniere die einzelnen Schritte und stehe als Ansprechpartner für den Veranstalter oder auch die Presse zur Verfügung. Während des Rennens bin ich gemeinsam mit Gerhard Weinkötz für den reibungslosen Ablauf zuständig. Dito stelle ich die Kommunikation mit den Fachämtern im Brettener Rathaus her.

Was machen die Helfer?
Zwei Tage zuvor werden die notwendigen Utensilien geliefert und in der Bürgerwaldhalle eingestellt. Dazu gehören Auffangnetze, Absperrbänder, Werbematerialien, Hinweisschilder für die Athleten und vieles mehr. Gleichzeitig bekommen wir ca. 1.800 leere Fahrradflaschen, die die Mitglieder der Guggemusik „Scholwadrebler“ je nach zu erwartender Wetterlage mit Wasser, einem Isomixgetränk und „verdünntem Cola“ füllen. Wird es sommerlich heiß, benutzen viele Fahrer insbesondere das Wasser als willkommene Dusche.
Zudem werden Energieriegel, ein Powergel und Bananen zur Ausgabe vorbereitet.
Am Renntag wird zuerst die Verpflegungsstation aufgebaut und dann entsprechend einer vorgegebenen Reihenfolge bestückt. Die zuvor eingeteilten und geschulten Ausgabehelfer erhalten ihre mit Hinweisen (Wasser, Iso, Cola, ...) versehenen „Leibchen“ und warten dann auf die ersten Athleten. Wichtig ist hierbei, dass der Ausgabehelfer seine Hand ganz flach ausstreckt, um sich so beim Zugreifen vor Verletzungen mit den Fingernägeln der Sportler zu schützen. Immerhin werden Flaschen, Riegel oder Bananen beim Vorbeifahren mit hohem Tempo ergriffen. Ergänzend werden Trinkwasserleitungen und Spülstationen aufgebaut, um den reibungslosen Ablauf des Rennens zu garantieren. Zum Ende des Rennens werden alle Tische wieder abgebaut, leere Flaschen, Werbeartikel, Schilder, Müll etc. wieder eingesammelt und zur Abholung am späten Nachmittag vorbereitet. Einige Mitarbeiter des Bauhofs übernehmen dann die Reinigung der Straße.
Mitglieder von DRK und Obst-und Gartenbau bauen außerdem eine „Verpflegungsstation“ für die Zuschauer auf. Der Erlös der verkauften Speisen und Getränke kommt dann der Notfallhilfe Büchig zugute.

Ist es schwer, Helfer zu finden?
Die beteiligten Vereine sind inzwischen ein eingespieltes Team und nicht wenige stehen jedes Jahr erneut als Helfer bereit. Aber da der Renntermin fast immer in den Pfingstferien liegt, wird es zunehmend schwieriger, Helfer zu finden. Gerade für Familien sind die Pfingstferien inzwischen zur kostengünstigeren Urlaubszeit geworden. Die sind dann einfach mal weg! An den Ausgabestationen bedarf es auch einer gewissen Fitness, da die Athleten unsere Helfer ganz schön auf Trab halten. Kurzum, wir sind für jeden, der helfen möchte, sehr dankbar.

Was beeindruckt Sie besonders bei dem Rennen?
Natürlich sind die Spitzenathleten immer diejenigen, die dir ein ungläubiges Staunen vermitteln. Dass man mit einer solchen durchgehenden Geschwindigkeit die gesamte Fahrstrecke, aber insbesondere Steigungen bewältigen kann, ist fast unvorstellbar. Aber viele nachhaltige Momente erleben wir mit den Sportlern, die noch die Zeit finden, mit dem Publikum zu kommunizieren. Die sich bedanken, zurück grüßen, oder ganz einfach Ehrgeiz zeigen, wenn sie von den Zuschauern angefeuert werden.

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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