Die Schattenseite der Sommersonne: Wie schütze ich mich vor Hellem Hautkrebs?

Die Schattenseite der Sommersonne: Wie schütze ich mich vor Hellem Hautkrebs?Lesertelefon mit Dermatologen; Donnerstag, 22. Juni 2017 von 13 bis 17 Uhr, Kostenfreie Rufnummer: 0800 - 2 811 811.

Endlich Sonne! Also nichts wie raus und den Sommer in vollen Zügen genießen! Doch die Sonne macht den Sommer nicht nur lebenswert – sie bringt auch gesundheitliche Risiken mit sich. Das gilt sowohl für Freizeit-Sonnenanbeter wie für Menschen, die beruflich der Sonne ausgesetzt sind. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit Jahrzehnten steigt die Zahl der Fälle von Hautkrebs an. Mit über 250.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung überhaupt . In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um den so genannten Hellen Hautkrebs. Hauptursache ist das Sonnenlicht, genauer die UV-Strahlung, die zu Zellveränderungen in der Haut führen kann. Doch das individuelle Hautkrebsrisiko lässt sich mit einfachen Maßnahmen deutlich senken. Wie, das verraten Experten am Lesertelefon zum diesjährigen Tag des Sonnenschutzes.

Die Haut vergisst nichts

Die UV-Strahlung der Sonne schädigt den Reparaturmechanismus in den Hautzellen und es kann zu bleibenden Veränderungen in der Erbsubstanz der Zellen kommen . Aus solchen Fehlern im Erbgut einer Zelle kann sich Hautkrebs entwickeln. Zwar dringen die UV-Strahlen nur wenige Millimeter tief in die Haut ein, doch ihre schädliche Wirkung summiert sich über die Jahre auf. Die Haut besitzt ein regelrechtes UV-Gedächtnis. Deshalb bedeuten wiederholte Sonnenbrände, besonders in der Kindheit, ein deutlich erhöhtes Risiko für die Entstehung von Hautkrebs. Gerade beim Hellen Hautkrebs wird der unmittelbare Zusammenhang von jahrelanger UV-Belastung und Hautschäden sichtbar. Er tritt an den „Sonnenterrassen“ unserer Haut auf, also den Stellen, die direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind: Nase, Ohren, Nacken, Stirn und Handrücken sind besonders betroffen. Dass die Langzeitschädigung der Haut sich erst nach Jahren bemerkbar macht, zeigt ein Blick auf die Statistik: Heller Hautkrebs tritt vor allem bei Menschen ab dem 60. Lebensjahr auf, denn die Erkrankung kommt häufig nach etwa 30 bis 40 Jahren und wiederholter UV-Belastung zur Ausprägung.

Berufskrankheit Heller Hautkrebs

Gefährdet sind jedoch nicht allein Sonnenanbeter, die ihre Freizeit draußen verbringen. Wer beruflich oft und lange der Sonne ausgesetzt ist, hat ein besonders hohes Risiko, an Hellem Hautkrebs zu erkranken. Straßenbauer, Dach- und Fassadenbauer, Landwirte, Gärtner, Postzusteller, Kindergärtnerinnen oder Sportlehrer unterliegen einer hohen Gefährdung, schützen sich aber oft nicht ausreichend. Auf Straßenbaustellen sind sonnengebräunte Männer mit freiem Oberkörper noch immer ein alltäglicher Anblick. Allerdings: So etwas wie eine gesunde Bräune gibt es nicht. Bräune ist vielmehr ein Selbstschutzmechanismus der Haut, um weitere Strahlenbelastung zu verhindern, blockieren kann sie die Strahlung jedoch nicht. Bei Menschen in Außenberufen, den so genannten Outdoor-Workern, hat Heller Hautkrebs in den vergangenen Jahren so stark zugenommen, dass er seit 2015 als Berufskrankheit anerkannt ist.

Besser als jede Therapie: Sonnenschutz und Vorsorge-Checks
Wird er früh erkannt, lässt sich Heller Hautkrebs gut behandeln. Die Heilungschancen liegen je nach Krebsart bei über 90 Prozent . Doch auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als behandeln. Wirksamen Schutz vor einer Erkrankung bieten allein ein konsequenter Sonnenschutz sowie regelmäßige Checks beim Hautarzt. Besonderes Augenmerk sollte der so genannten Aktinischen Keratose gelten, einer Vorstufe des Hellen Hautkrebs. Sie tritt in den obersten Hautschichten in Form von rötlichen oder hautfarbenen, spürbar rauen oder schuppigen Flächen auf . Meist betrifft sie Stellen, die der Sonne besonders häufig ausgesetzt sind: Gesicht, Dekolleté, Handrücken, bei Männern mit Glatze die Kopfhaut. Da sich ein Aufenthalt in der Sonne nicht immer vermeiden lässt und nicht alle Körperstellen mit Kleidung bedeckt werden können, ist ein medizinisch wirksamer Sonnenschutz entscheidend, um Hautschäden zu verhindern. Welcher Sonnenschutz in Frage kommt, richtet sich nach Hauttyp, Alter, Beruf und Freizeitverhalten.

Expertenrat für einen hautgesunden Sommer

Wer ist besonders gefährdet? Kann ich die Intensität der UV-Strahlung messen? Was bedeutet eigentlich der Lichtschutzfaktor? Worauf sollte ich bei der Auswahl einer Sonnenschutz-Lotion achten? Woran kann ich Hellen Hautkrebs erkennen? Was kann oder muss der Arbeitgeber tun, um seine Mitarbeiter vor Hautkrebs zu schützen? Wie oft soll ich zur Hautkrebs-Vorsorge gehen – und wer zahlt den Check?

Antworten auf alle Fragen rund um den Sonnenschutz gibt es bei den Experten am Lesertelefon:

• Prof. Dr. med. Rolf-Markus Szeimies; Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum Vest, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum
• Dr. med. Martina Hund; Niedergelassene Fachärztin für Dermatologie/Venerologie, Berlin

Rufen Sie an! Am Donnerstag, den 22. Juni zwischen 13 und 17 Uhr.
Der Anruf unter 0800 – 2 811 811 ist gebührenfrei!

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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