Kaufland in Bretten: Alle Fachmärkte müssen für Modernisierung weichen

Die Schwarz-Gruppe plant für den Kaufland-Standort auf der Diedelsheimer Höhe eine Marktmodernisierung mit Erweiterung der Verkaufsfläche. Wie eine Sprecherin gegenüber der Brettener Woche jetzt bestätigte, müssen dafür alle Fachmärkte und Konzessionäre weichen.

Die Schwarz-Gruppe plant für den Kaufland-Standort auf der Diedelsheimer Höhe eine Marktmodernisierung mit Erweiterung der Verkaufsfläche. Wie eine Sprecherin gegenüber der Brettener Woche/kraichgau.news jetzt bestätigte, müssen dafür alle Fachmärkte und Konzessionäre weichen.

Bretten (kn) Die Schwarz-Gruppe plant für den Kaufland-Standort auf der Diedelsheimer Höhe in Bretten eine Marktmodernisierung mit Erweiterung der Verkaufsfläche (wir berichteten). Wie eine Sprecherin des Unternehmens nun auf Anfrage der Brettener Woche/kraichgau.news mitteilte, müssen „im Zuge der Optimierungsmaßnahmen auf unserer Verkaufsfläche sämtliche Fachmärkte und Konzessionäre weichen. Die Mietverträge enden zum Ende des Jahres - bis dahin werden sämtliche Geschäfte weiter betrieben.“ Wie bereits in der Brettener Woche und auf kraichgau.news berichtet, werden lediglich der Zeitschriftenshop mit Tabakwaren und Toto-Lotto-Annahme und der Bäcker am Standort auf der Diedelsheimer Höhe vertreten bleiben. „Diese finden ihre neue Anbindung im Getränkemarkt“, so die Sprecherin.

Harsche Kritik der FWV an Schwarz-Gruppe

Harsche Kritik an diesem Vorgehen hat die Sprecherin der Brettener Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler Vereinigung (FWV), Heidemarie Leins, geübt. Sie nimmt vor allem den Umgang der Schwarz-Gruppe mit dem Betreiber des Zeitungsshops ins Visier. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Martin Wolff und Bürgermeister Michael Nöltner moniert Leins: „Dem Zeitungsshop-Franchisenehmer wurde zum 31. Dezember 2018 gekündigt, bestimmt den anderen auch.“ Natürlich könne dieser nach der Fertigstellung wieder aufmachen. „Das bedeutet, dass ihm jetzt circa ein Jahr eine joblose Zeit bevorsteht, die er überbrücken muss. Aber wie?“, frägt Leins.

"Wir nutzen Container ja auch für Kinder"

Verärgert sei sie außerdem darüber, „dass nirgendwo erwähnt wird, dass in dem Zeitungsshop eine großartige Postfiliale untergebracht ist. Großartig deshalb, weil dort wirklich alles abgewickelt werden kann, auch recht diffizile Vorgänge. Die Beratung ist gekonnt und mehr als freundlich“. Diese Postfiliale sei wichtig für die Diedelsheimer, „die keinerlei andere Möglichkeit hier im Ort mehr haben“. Vor allem aber gehe es ihr um Existenzen. Daher bitte sie den Oberbürgermeister, sich der Sache anzunehmen. „Die FWV stellt sich eine Containerlösung vor, wie sie auch anderswo praktiziert wird. Wir nutzen Container ja auch für Kinder.“
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