Frohsinn Fasching im ausverkauften Martinussaal

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Am Samstag läutete der Gesangverein Frohsinn die Faschingssaison ein. Der Martinussaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Besuch einer großen Delegation der Elferräte vom TSV Jöhlingen, TV Wössingen und von der Brettener Bütt bewiesen den Verantwortlichen, dass sich der Frohsinn-Fasching über die Jahre hinweg einen sehr guten Ruf erarbeitet hat. Und das wurde auch dieses Jahr wieder auf das Eindrucksvollste bewiesen.

Durch den Abend führte wie immer gekonnt Karl-Heinz Burgey, der sich freute, nach 20 Jahren als Moderator endlich einmal den amtierenden Bürgermeister im Saal begrüßen zu können. Immer mal wieder erzählte er von seiner Zeit ab September, seinem Ruhestand. Gerne schreibt er morgens in die WhatsApp Gruppe seinen berufstätigen Freunden, ob sie mit ihm einen Kaffee trinken wollen und wenn er kostenlose Zeitungen lesen will, geht er einfach zum Nees in die Praxis.

Eisbrecher war auch dieses Jahr wieder Wolfgang Ziegler als „Karle mit der Kapp“. Dieses Jahr bemängelte Wolfgang, dass er seine bisherige Begrüßung des Moderators („guten Abend Herr Burgeymeister“) nicht mehr anbringen konnte und seine geliebte Dekoration durch das Lametta abgelöst wurde. Bei seinem Vortrag mit den Wortspielereien bezog er das Publikum mit ein, die Gäste musste die Sätze mit Vornamen vervollständigen. So war die volle Konzentration gefragt, wenn erraten werden musste, dass ein Reh nahte (Renate) oder er sich in den Wald traute (Waltraud).

Der Gemeindearbeiter, perfekt dargestellt von Thomas Vitt, lies den Bürgermeisterwahlkampf noch einmal Revue passieren. Er erklärte famos, warum Timur Özcan als „Walzbachtal-Obama“ die Wahl gewonnen hat, hinterfragte aber auch das Mobilitätskonzept („setz ich mich auf die Mitfahrbank und die fährt dann los?“) und stellte die Notwendigkeit einer Bürgerbeteiligung in Frage, weil wir die ja bei den hochwertigen Kommentaren auf NADR schon haben.

Die Wild West Ladies unter Leitung von Sigrid Burgey zeigten dem Publikum tänzerisch, wie ein kriegerischer Einsatz durch das Auftreten von Winnetou zu einem versöhnlichen Abschluss führte.

Der Newcomer beim Frohsinn-Fasching Gebhard Mang als Engländer sorgte für die nächsten Lacher. Er bewies anhand vieler Beispiele, dass die englische Sprache der deutschen sehr ähnlich ist. So heißt „üben“ übersetzt „ebay“, während „he has“ der Hase ist und demzufolge „she has“ Skihase bedeutet.

Unsere Gäste vom Cäcilienverein (Beate Maier, Alex Mergl und Lucia Ruppert) trugen gesanglich ein Lob auf den Dampfstrahler vor. Zum Glück wurde das Vorhaben, die Gäste mit einem Wasserstrahl aus diesem Kärcher zu beglücken, nicht in die Tat umgesetzt.

Von vielen erwartet wurde wieder der Vortrag von Sabine Fabry und Alexander Burgey, die dieses Mal als altes Ehepaar zum Arzt gingen. Unterstützt wurden sie hierbei von den nichts ahnenden Olaf Modi und Thomas Vitt. Alex musste Sabine aufklären, warum er eine Sitzgelegenheit mit in die Praxis nimmt („der Nees wollte doch, dass ich meinen Stuhl beim nächsten Mal mitbringe“) und Sabine teilte dem Publikum mit, dass sie sich nicht scheiden lassen werde („warum soll der Alex denn noch ein paar schöne Jahre haben“).

Die Frohsinn-Perlen zeigten nach einem Besuch einer Zellstoffprodukt-Fabrik dem Publikum gesanglich auf, was mit Zewa hilft und was nicht. In einem weiteren Lied wurde erklärt, in welchen Situationen „der Schnaps nicht guttut“ und zum Abschluss beichtete die Gruppe, warum sie beispielsweise trotz einigen Kilos zu viel kein Fitnessstudio besucht („mir reichts, wenn ich weiß, dass ich könnt, wenn ich wollt, und ich darf, was ich will, aber ich will net“).

Dass es sich bei der Veranstaltung um die eines Gesangvereins handelte, wurde auch beim nächsten Programmpunkt deutlich. Karl-Heinz Burgey begleitete mit seiner Gitarre das Publikum beim Jöhlinger Heimatlied, das alle gekonnt mitsangen.

Anschließend berichtete Marianne Sauter von ihrem Wellness Wochenende zu zweit, nach dem sie aber wieder solo ist. Die Schilderung ihres Bades zu zweit in der Wanne mit Rosenblätterduftölcremepflegebad war einfach köstlich.

Für einen zweiten Gästeauftritt sorgten Dennis Schmiglewski (jetzt schon seit 11 Jahren beim Frohsinn-Fasching) und Alexander Mergl alias den Dorftratschen Kunigunde und Gerlinde. Sie erzählten von ihrem Bekannten, der jetzt Kindergeld für 12 Kinder beantragt habe, weil „das Gerät ja vorhanden sei“. Kunigunde bedauerte, dass sie früher Brüste hatte, an denen sie Milchkannen dranhängen konnte, aber „jetzt die Knie nicht mehr mitmachen“.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Männertanzgruppe unter der Leitung von Stefanie Tropf. Gekonnt und grazil führten sie das Publikum in die Zeit der Wikinger.

Zum großen Finale kamen noch einmal alle Aktiven auf die Bühne, danach wurde mit dem Musiker Lothar aus der Pfalz noch bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert.

Ein herzlicher Dank geht an alle Aktiven und an die vielen Helfer beim Auf- und Abbau und bei der Bewirtung.

Bitte vormerken, die Faschingsveranstaltung des Frohsinn in der Saison 2021 wird bereits am 23. Januar sein. Das Publikum war sich einig, dass aufgrund der Qualität und der großen Nachfrage eine frühe Kartenreservierung angeraten ist.

Autor:

Silke Meyer aus Region

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