Zaisenhausener Initiative verlangt „Tempo 30 in der Hauptstraße“
Gefahr für Leben und Gesundheit

Tempo 30 auf der Hauptstraße in Zaisenhausen: Mitglieder der Initiative für eine Geschwindigkeitsreduzierung bei der Übergabe der Unterschriften an Bürgermeisterin Cathrin Wöhrle (links).
  • Tempo 30 auf der Hauptstraße in Zaisenhausen: Mitglieder der Initiative für eine Geschwindigkeitsreduzierung bei der Übergabe der Unterschriften an Bürgermeisterin Cathrin Wöhrle (links).
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Chris Heinemann

ZAISENHAUSEN (kn/ch) Eine Initiative in Zaisenhausen hat 200 Unterschriften für eine verschärfte Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Hauptstraße gesammelt. Nach ihrem Willen soll auf der Durchgangsstraße künftig statt Tempo 50 nur noch Tempo 30 erlaubt sein. Die Unterschriftenlisten wurden nach Angaben eines Sprechers der Initiative "Tempo 30 in der Hauptstraße" bereits am Dienstag an Bürgermeisterin Cathrin Wöhrle übergeben. Am Dienstag, 10. Dezember, solle das Thema überdies im Zaisenhausener Gemeinderat behandelt werden.

Gefahr von Unfällen

Die Hauptstraße ist laut Initiative die Haupt-Erschließungs- und -Geschäftsstraße der Gemeinde und hat daher ein sehr hohes Verkehrsaufkommen. Für Fußgänger und Radfahrer, insbesondere für Kinder und ältere Mitbürger, sei der starke Autoverkehr wegen der oft hohen Geschwindigkeit der Fahrzeuge sehr gefährlich. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30 in der gesamten Hauptstraße erhöhe die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, denn ein Pkw komme bei dieser Geschwindigkeit bereits nach 13 Metern zum Stehen. Ein Auto, das mit Tempo 50 unterwegs sei, stehe hingegen erst nach 27 Metern. "Bei Tempo 30 können die Fußgänger die Hauptstraße sicherer überqueren", heißt es in einem Aufruf der Initiative. Zudem werde bei langsamer Geschwindigkeit die Kommunikation zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern erleichtert. Auch das Ein- und Ausfahren in Hofeinfahrten und das Einbiegen von Fahrzeugen aus den Nebenstraßen ist nach Ansicht der Initiative oft mit der Gefahr von Unfällen verbunden, weil herannahende Fahrzeuge auf der Hauptstraße wegen parkender Fahrzeuge erst spät gesehen werden können. Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit könne diese Gefahren erheblich mindern. 

Gefahr für die Gesundheit

"Für die Anwohner der Hauptstraße ist das hohe Verkehrsaufkommen nicht nur gefährlich, sondern auch gesundheitsgefährdend", heißt es in dem Aufruf weiter. Verkehrslärm, Abgase und Feinstaub stellten eine große Belastung dar. Die Menschen in der Hauptstraße seien die Hauptleidtragenden des hohen Verkehrsaufkommens. Eine Geschwindigkeitsreduzierung vermindere diese gesundheitliche Belastung. Denn Verkehrsexperten haben laut Initiative festgestellt, dass eine Senkung der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h den Verkehrslärm auf die Hälfte des Lärmpegels absenkt. Die Verfasser sind zuversichtlich, dass Tempo 30  daher einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Gesundheit der Anwohner und zur Hebung der Wohnqualität in der Hauptstraße leisten wird. Dies sei auch eine grundlegende Voraussetzung für eine positive Dorfentwicklung im Ortskern.

Unterstützung von 90 Prozent der Anwohner

Die Unterschriftensammlung bei den Anwohnern der Hauptstraße zur Einführung von Tempo 30 in der gesamten Hauptstraße habe ein sehr eindeutiges Ergebnis erbracht: "Die große Mehrheit, ca. 90 Prozent der Anwohner der Hauptstraße, sprechen sich für eine Geschwindigkeitsreduzierung aus und fordern Gemeinderat und Gemeindeverwaltung nachdrücklich auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um in der Hauptstraße eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h durchzusetzen", teilt die Initiative mit, verbunden mit der Bitte an die Anwohner der übrigen, bereits verkehrsberuhigten Straßen, dieses Anliegen solidarisch zu unterstützen.

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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