TTIP: "Globalisierung aktiv gestalten oder passieren lassen?"

Nach seinem engagierten Vortrag ging Daniel Caspary (Mitte) auch auf kritische Fragen aus dem
Publikum ausführlich ein. Nach Bruchsal eingeladen hatten den CDU-Europaabgeordneten die
Präsidenten der örtlichen Lions Clubs Dr. Eberhard Prinz (rechts) und Norbert Grießhaber (links).
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  • Nach seinem engagierten Vortrag ging Daniel Caspary (Mitte) auch auf kritische Fragen aus dem
    Publikum ausführlich ein. Nach Bruchsal eingeladen hatten den CDU-Europaabgeordneten die
    Präsidenten der örtlichen Lions Clubs Dr. Eberhard Prinz (rechts) und Norbert Grießhaber (links).
  • Foto: Sparkasse Kraichgau
  • hochgeladen von Chris Heinemann

Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP wird in Deutschland gegenwärtig sehr kontrovers diskutiert. Die oftmals emotional geführte öffentliche Debatte ist vielfach von Misstrauen und Globalisierungsängsten geprägt. „Tatsache ist: Die Globalisierung findet statt. Wollen wir diese einfach passieren lassen oder aktiv gestalten?“ Mit dieser rhetorischen Frage eröffnete der CDU-Europaabgeordnete Daniel Caspary am Montagabend, 4. Juli 2016, seinen Vortrag in der gut besuchten Hauptstelle der Sparkasse Kraichgau in Bruchsal.

Zu der Veranstaltung hatten die Lions Clubs Bruchsal und Bruchsal Schloss ihre Mitglieder und deren Angehörige eingeladen. Caspary warb dafür, Emotionen aus der Debatte herauszunehmen und sich stärker den Fakten zuzuwenden. Es gehe darum, durch die vertraglich geregelte Vereinheitlichung von Standards, Chancen für deutsche Unternehmen auf außereuropäischen Märkten zu eröffnen. Davon würden längst nicht nur die großen Konzerne profitieren, sondern auch global tätige mittelständische Firmen.

EU steht im Wettbewerb mit aufstrebenden Ländern wie China

Derzeit hinke die EU bei vielen weltweiten Handelsabkommen hinterher. „Wir stehen hier auch im Wettbewerb mit aufstrebenden Ländern wie China, die zunehmend versuchen, ihre Standards und Vorstellungen durchzusetzen.“ Die sich anschließende Diskussion mit dem Publikum drehte sich vor allem um die Frage, wie viel Regulierung sinnvoll sei. Regulierung könne zu Bürokratisierung, aber auch zu Vereinfachung führen, wenn aus vielen unterschiedlichen Regeln am Ende eine Regel hervorgeht, so Caspary.

"Brexit ist eine Warnung"

Auch das Thema Brexit kam bei dem gemeinsamen Abend mit dem Europapolitiker nicht zu kurz. Der Ausgang des Referendums mit den aktuellen politischen Verwerfungen in Großbritannien sei eine Warnung, politische Entscheidungen nicht auf Basis von Stimmungen, sondern Fakten zu treffen. Man brauche Partner. Die EU sei zwar nicht perfekt, aber die derzeit bestmögliche Form für die europäischen Staaten, um in einer globalisierten
Welt bestehen zu können, zeigte sich Caspary überzeugt.

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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