Nach Vorfall in Bretten: Wenn Kinder von Fremden angesprochen werden

(Foto: Pixabay, Free-Photos)

Die Vorstellung, dass eine fremde Person ihr Kind anspricht, ist für viele Eltern eine angsteinflößende Vorstellung. Das Polizeirevier Bretten gibt Tipps.

Bretten (hk) Die Vorstellung, dass eine fremde Person ihr Kind anspricht, ist für viele Eltern eine angsteinflößende Vorstellung. Er kürzlich kam es in Bretten zu einem derartigen Vorfall, der vor allem auf den sozialen Medien, wie zum Beispiel im „Brettener Forum“ auf Facebook, viele Menschen aufhorchen ließ. Wie das Polizeirevier Bretten auf Anfrage der Brettener Woche/Kraichgauer Bote bestätigt, habe am 26. Oktober, gegen 10.07 Uhr ein bisher unbekannter Fahrer eines weißen VW-Transporters zwei Schülerinnen angesprochen und sie darum gebeten, einzusteigen. Die beiden Mädchen haben sich daraufhin von dem Mann entfernt. Der Vorfall hat auf der Reuchlinstraße Richtung Edith-Stein-Gymnasium stattgefunden. Zu einer konkreten Straftat kam es in diesem Fall nicht. Die Polizei hat zwar eine Fahndung eingeleitet, bisher aber ohne Erfolg: „Ohne Kennzeichen ist das wie die Suche nach der verlorenen Stecknadel im Heuhaufen“, fasste Ulrich Kritzer, stellvertretender Leiter des Polizeireviers in Bretten, zusammen.

Der Vorfall ließ vor allem in den sozialen Medien, wie zum Beispiel im „Brettener Forum“ auf Facebook, viele Menschen aufhorchen


Keine Namensschilder an Schulranzen anbringen

Doch was tun im Ernstfall? „Am besten spricht man mit seinen Kindern schon im Vorfeld darüber und gibt ihnen konkrete Anweisungen“, sagt Kritzer. Dazu gehöre es, mit seinem Kind das Verhalten in bedrohlichen Situationen zu üben: Es soll weggehen, andere Erwachsene aufsuchen und um Hilfe bitten oder direkt die 110 anrufen. Ganz wichtig sei es, seine Kinder zusätzlich darauf hinzuweisen, nicht an das Auto heranzutreten. „Es reicht schon, ein blödes Bauchgefühl zu haben – dann sofort um Hilfe bitten.“ Desweiteren empfiehlt Kritzer keine Namensschilder an die Schulranzen anzubringen. Somit könne verhindert werden, dass fremde Personen eine vertrauensvolle Basis zu den Kindern herstellen.

Weitere Tipps der Redaktion:
- Legen Sie mit Ihrem Kind Wege und Orte fest, an denen es sich aufhalten darf und vereinbaren sie pünktliches Erscheinen zu Hause oder in der Schule.
- Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es das Recht hat, „Nein“ zu sagen.
- Jedes Kind sollte die Notrufnummer 110 kennen und wissen, dass es bei Gefahrensituationen ohne Geld und ohne Telefonkarte und mit jedem Handy die Polizei anrufen kann.
- Kennzeichen notieren und/oder Fotos machen.
- Kinder sollen sich, wenn möglich, zu Gruppen zusammenfinden und den Weg zur Schule und zum Spielen gemeinsam gehen.
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